Melancholischer Liebesroman
Dieser Roman beleuchtet die Altehe eines inzwischen in seinen Sechzigern befindlichen Ehepaares. Mehr als zwanzig Jahre lang war es eine in ruhigen Bahnen verlaufende Ehe, vielleicht auch deshalb, weil die beiden eine Wochenendehe führten. Eine schwere Herzoperation bei ihr mit dem drohenden beruflichen Aus und seine Frühverrentung lässt die Ehe aber ins Trudeln geraten. Sie scheut die permanente Nähe, nach der er sich sehnt. Sie beginnt ihre Vergangenheit aufzuarbeiten, in der es einige Punkte gibt, die sie nie vollendet hat bzw. an denen sie Zeit ihres Lebens zu knabbern hatte. Dabei verschweigt sie ihrem Mann wiederum so manches. Auch er hat ihr gegenüber nicht alles aus seiner Vergangenheit preisgegeben. Nach und nach erfahren wir Leser mehr Einzelheiten aus ihrer beider Leben. Die Entwicklungen lassen uns hoffen und bangen, ob sich das Ende der Ehe noch abwenden lässt und beide wieder zueinanderfinden.
Die Geschichte ist in leisem, nachdenklichem Ton erzählt. Abwechslungsreich und zum Grundton genau passend sind regelmäßig eingestreute Auflistungen, die jeweils eine Aufzählung von fünf Dingen enthalten und zum Nachdenken anregen, z.B. „Fünf Dinge, die Angst machen“, „Fünf Erkennungsmerkmale der großen Liebe“ oder „Fünf Dinge, die beide von ihren Eltern behalten haben“. Erwähnenswert ist auch ein eingearbeiteter weiterer Handlungsstrang, in dem sie mit dem ihr von Berufswegen anhaftenden journalistischen Spürsinn einem entfernteren Freund bei dem Aufspüren seiner scheinbar grundlos untergetauchten Frau behilflich ist. Hier bringt sie so viel Energie ein, dass sich die Frage stellt, ob sie das die Probleme ihrer eigenen Ehe beiseiteschieben lässt. Nicht zuletzt hat mir gefallen, dass sich die Protagonistin in meinem Alter befindet, was mich in sie gut hineinversetzen ließ.
Für Leser, die anspruchsvolle Liebesromane mögen.
Die Geschichte ist in leisem, nachdenklichem Ton erzählt. Abwechslungsreich und zum Grundton genau passend sind regelmäßig eingestreute Auflistungen, die jeweils eine Aufzählung von fünf Dingen enthalten und zum Nachdenken anregen, z.B. „Fünf Dinge, die Angst machen“, „Fünf Erkennungsmerkmale der großen Liebe“ oder „Fünf Dinge, die beide von ihren Eltern behalten haben“. Erwähnenswert ist auch ein eingearbeiteter weiterer Handlungsstrang, in dem sie mit dem ihr von Berufswegen anhaftenden journalistischen Spürsinn einem entfernteren Freund bei dem Aufspüren seiner scheinbar grundlos untergetauchten Frau behilflich ist. Hier bringt sie so viel Energie ein, dass sich die Frage stellt, ob sie das die Probleme ihrer eigenen Ehe beiseiteschieben lässt. Nicht zuletzt hat mir gefallen, dass sich die Protagonistin in meinem Alter befindet, was mich in sie gut hineinversetzen ließ.
Für Leser, die anspruchsvolle Liebesromane mögen.