Neubeginn einer Ehe
Gisa Klönne erzählt in „Die Liebe, später“ von einer Ehe im Umbruch – leise, klug und mit einer Eindringlichkeit, die mich an vielen Stellen unerwartet berührt hat. Kora und Anselm sind seit über zwanzig Jahren verheiratet, ihr Leben wirkt vertraut und eingespielt. Doch nach Koras Herz-OP verschieben sich die Koordinaten ihres Alltags, und scheinbare Gewissheiten geraten ins Wanken.
Was diesen Roman für mich besonders gemacht hat, war weniger ein Wiedererkennen in großen Gefühlen als vielmehr in erstaunlich konkreten Alltagsdetails. Das Nachdenken über das Neuvermieten einer Wohnung, die Umgestaltung des Gartens, die Erfahrung einer Herzerkrankung als biografische Zäsur – all das sind Themen, die auch mein eigenes Leben betreffen. Die Gefühle rund um diese Entscheidungen und Tätigkeiten bekommen bei Klönne ein Gewicht, das zeigt, wie sehr sie mit inneren Veränderungen verknüpft sind.
Koras Reise zu früheren Lebensstationen wirkt dabei wie ein vorsichtiges Innehalten: ein Prüfen dessen, was war, und ein Tasten nach dem, was noch möglich ist. Auch Anselm wird mit großer Empathie gezeichnet – in seiner Sehnsucht nach Nähe, seinem Wunsch nach Gemeinsamkeit und seinem Versuch, dem Leben eine neue Ordnung zu geben. Und da ist noch Koras bekannter Felix, dessen Partnerin spurlos verschwunden ist und dem Kora hilft, herauszufinden, was hier geschehen ist.
Die Liebe, später ist ein lebenskluger Roman über das Älterwerden, über zweite Chancen und über die leisen Verschiebungen, die ein Leben verändern können. Ich kann es sehr empfehlen.
Was diesen Roman für mich besonders gemacht hat, war weniger ein Wiedererkennen in großen Gefühlen als vielmehr in erstaunlich konkreten Alltagsdetails. Das Nachdenken über das Neuvermieten einer Wohnung, die Umgestaltung des Gartens, die Erfahrung einer Herzerkrankung als biografische Zäsur – all das sind Themen, die auch mein eigenes Leben betreffen. Die Gefühle rund um diese Entscheidungen und Tätigkeiten bekommen bei Klönne ein Gewicht, das zeigt, wie sehr sie mit inneren Veränderungen verknüpft sind.
Koras Reise zu früheren Lebensstationen wirkt dabei wie ein vorsichtiges Innehalten: ein Prüfen dessen, was war, und ein Tasten nach dem, was noch möglich ist. Auch Anselm wird mit großer Empathie gezeichnet – in seiner Sehnsucht nach Nähe, seinem Wunsch nach Gemeinsamkeit und seinem Versuch, dem Leben eine neue Ordnung zu geben. Und da ist noch Koras bekannter Felix, dessen Partnerin spurlos verschwunden ist und dem Kora hilft, herauszufinden, was hier geschehen ist.
Die Liebe, später ist ein lebenskluger Roman über das Älterwerden, über zweite Chancen und über die leisen Verschiebungen, die ein Leben verändern können. Ich kann es sehr empfehlen.