Schmerzhafte Wehmut
Schon das Cover spiegelt den Inhalt des Romanes wieder: Der wehmütige Blick zurück auf die Vergangenheit. Diese ist bei der Protagonistin Kora noch präsent, verschüttet zwar, doch wird Schicht für Schicht abgetragen und hinterfragt. Es ist genau dieses Phänomen, was Menschen wiederfährt, die schwer erkranken oder - wie in dem Fall der Protagonistin Kora - eine lebensgefährliche OP hinter sich haben.
Kora begibt sich auf diese Reise in die Vergangenheit. Sie sucht alte, vertraute Orte und nach den Menschen, die ihr einst viel bedeutet haben und zu denen der Kontakt entweder durch sie selbst oder des anderen, abgebrochen wurde. Sie möchte Antworten für sich finden, lässt dabei allerdings ihren Ehemann Amseln außen vor. So kommt es, wie es kommen muss, zum Bruch. Werden die Beiden wieder zueinander finden?
Die Autorin Gisa Klönne beschreibt die Situation ihrer Protagonistin Kora sehr vielschichtig, die innere Zerissenheit, die Zweifel, die Fragen. Wer ist Kora, die sich über das plötzliche Alter wundert und nun ihre Identität sucht. Ist sie das wirklich, so wie sie ihr Leben die letzten Jahrzehnte verbracht hat? Findet sie ihre alte Form, wie vor der OP wieder? Oder möchte sie doch lieber die freie, die freiheitsliebende, die freischaffende Kora sein? Dazu der berufliche Bruch, der die Realität so gut beschreibt! Nicht mehr der recherchierte Inhalt zählt, nicht die Wahrheit, sondern nur noch die schnelllebigen, die lauten News und Fake News.
Die Autorin beschreibt nicht nur Koras Zerrissenheit klug, auch Ihr Mann Anselm wird überlegt charakterisiert. Dazu seine Leidenschaft, die Erforschung der Libelle, die als Metapher für Veränderung steht. Aufgrund ihres Lebenszyklus symbolisiert die Libelle den persönlichen Wandel sowie die Verbindung zwischen Leben und Tod.
Die Nebenerzählung, die Suche nach der vermissten Leonie, gegen die sich Kora anfangs sträubt, liefert diese Suche doch schließlich Antworten für sie selbst. Und Anselm nutzt die Reise Koras letztendlich ebenfalls für sich selbst.
Gisa Klönne baut interessanterweise immer mal wieder fünf Fragen von Anselm und Kora ein - hier kann man trefflichst für sich überlegen, was man sich selbst antworten würde.
Das Buch ist kein oberflächlicher Roman, sondern berührt tief und nachhaltig.
Kora begibt sich auf diese Reise in die Vergangenheit. Sie sucht alte, vertraute Orte und nach den Menschen, die ihr einst viel bedeutet haben und zu denen der Kontakt entweder durch sie selbst oder des anderen, abgebrochen wurde. Sie möchte Antworten für sich finden, lässt dabei allerdings ihren Ehemann Amseln außen vor. So kommt es, wie es kommen muss, zum Bruch. Werden die Beiden wieder zueinander finden?
Die Autorin Gisa Klönne beschreibt die Situation ihrer Protagonistin Kora sehr vielschichtig, die innere Zerissenheit, die Zweifel, die Fragen. Wer ist Kora, die sich über das plötzliche Alter wundert und nun ihre Identität sucht. Ist sie das wirklich, so wie sie ihr Leben die letzten Jahrzehnte verbracht hat? Findet sie ihre alte Form, wie vor der OP wieder? Oder möchte sie doch lieber die freie, die freiheitsliebende, die freischaffende Kora sein? Dazu der berufliche Bruch, der die Realität so gut beschreibt! Nicht mehr der recherchierte Inhalt zählt, nicht die Wahrheit, sondern nur noch die schnelllebigen, die lauten News und Fake News.
Die Autorin beschreibt nicht nur Koras Zerrissenheit klug, auch Ihr Mann Anselm wird überlegt charakterisiert. Dazu seine Leidenschaft, die Erforschung der Libelle, die als Metapher für Veränderung steht. Aufgrund ihres Lebenszyklus symbolisiert die Libelle den persönlichen Wandel sowie die Verbindung zwischen Leben und Tod.
Die Nebenerzählung, die Suche nach der vermissten Leonie, gegen die sich Kora anfangs sträubt, liefert diese Suche doch schließlich Antworten für sie selbst. Und Anselm nutzt die Reise Koras letztendlich ebenfalls für sich selbst.
Gisa Klönne baut interessanterweise immer mal wieder fünf Fragen von Anselm und Kora ein - hier kann man trefflichst für sich überlegen, was man sich selbst antworten würde.
Das Buch ist kein oberflächlicher Roman, sondern berührt tief und nachhaltig.