Bissige und schwarzhumorige Abrechnung mit Politik und Medienbetrieb

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belinablack Avatar

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Zunächst war ich aufgrund einiger negativen Leseeindrücke hier voreingenommen, wollte mir aber selbst einen Eindruck machen. Zum Glück, denn schon auf den ersten Seiten musste ich mehrfach über den bissigen und düster humorigen Stil der Autorin lachen. Der Roman könnte sich meiner Ansicht nach noch zu einer tollen Satire über Politik und Medienbetrieb entwickeln, getrieben von einem wunderbar unzufriedenen und ichbezogenen Protagonisten, der zu bemerken beginnt, dass sich die Welt nicht (mehr) um ihn dreht. Die Szenen, die sich dem übermäßigen Alkoholkonsum mit Anzeichen zur Sucht widmen, sind wiederum ernst zu nehmen und verweisen auf ein gesellschaftlich relevantes Thema. Ich bin gespannt, wie die Autorin alles zusammen bringt und würde gerne weiter lesen.