Schonungslos
Das Cover ist schön gestaltet und passt gut zum Inhalt. Auch die Leseprobe selbst vermittelt direkt, in welche Richtung der Roman geht: kühl, klarsichtig und ziemlich bissig. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, weil er sehr präzise ist und dabei eine Schärfe mitbringt, die sofort Wirkung entfaltet. Man ist schnell in dieser Welt aus Macht, Eitelkeit, Abstieg und Selbsttäuschung drin, ohne dass der Text sich anbiedert. Gerade diese Mischung aus literarischer Genauigkeit und schonungsloser Beobachtung fand ich spannend.
Besonders interessant ist für mich die Hauptfigur, weil Lehman nicht unbedingt sympathisch wirkt, aber genau dadurch greifbar wird. Seine Verletzlichkeit, sein Narzissmus, seine Bitterkeit und diese fast tragikomische Fixierung auf Wirkung und Bedeutung machen ihn als Figur sofort lebendig. Gleichzeitig lässt die Leseprobe schon erkennen, dass hier nicht nur ein einzelner Mensch porträtiert wird, sondern auch ein ganzes Milieu aus Politik, Medien und gesellschaftlicher Inszenierung. Ich erwarte deshalb einen klugen, scharf gezeichneten Roman, der eher über Zwischentöne und Beobachtungen wirkt als über große Dramatik – und genau das macht für mich den Reiz aus
Besonders interessant ist für mich die Hauptfigur, weil Lehman nicht unbedingt sympathisch wirkt, aber genau dadurch greifbar wird. Seine Verletzlichkeit, sein Narzissmus, seine Bitterkeit und diese fast tragikomische Fixierung auf Wirkung und Bedeutung machen ihn als Figur sofort lebendig. Gleichzeitig lässt die Leseprobe schon erkennen, dass hier nicht nur ein einzelner Mensch porträtiert wird, sondern auch ein ganzes Milieu aus Politik, Medien und gesellschaftlicher Inszenierung. Ich erwarte deshalb einen klugen, scharf gezeichneten Roman, der eher über Zwischentöne und Beobachtungen wirkt als über große Dramatik – und genau das macht für mich den Reiz aus