Aufregend
Karin Tuil ist mit „Die Liebeshungrigen“ ein Roman gelungen, der unter die Haut geht und wirklich mitreißend gezeichnet ist. Im Zentrum der Geschichte steht der ehemalige Präsident Dan Lehman, der ein Jahr nach dem Ende seiner Präsidentschaft sein Leben neu ordnen muss und daran droht zu scheitern. Dem gegenüber erfährt seine Partnerin im Filmbussiness viel Ruhm und Anerkennung. Die Situation spitzt sich immer mehr zu und ich muss gestehen, dass ich das Buch mit jeder weiteren gelesenen Seite zunehmend besser fand, wenngleich es nicht mein absolutes Lieblingsbuch sein wird. Die Charaktere sind mir etwas zu distanziert und „abgehoben“ gezeichnet, sodass es mir schwer fiel, Sympathien für sie zu entwickeln. Daher verfolgte ich die ganze Handlung auch eher distanzierter, wenngleich ich wirklich fasziniert vom Schreibstil der Autorin war.