Ein Drama der Privilegierten

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steph Avatar

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Man stelle sich ein Buch vor, das sich wegliest wie eine süchtig machende Netflix-Serie. Genau das ist „Die Liebeshungrigen“ – ein wilder Mix aus Macht, Sex und verletztem Ego in der High Society.
Dan, in seinen 60ern, ist als Politiker abgesägt, trinkt zu viel und verkraftet seinen Machtverlust null.
Während er abstürzt, startet seine Ex-Frau Marianne richtig durch: Ihr Buch wird verfilmt!
Dans neue, jüngere Frau Hilda ergattert die Hauptrolle.
Mittendrin stecken eine erfolglose junge Schauspielerin, Dans älteste Tochter und ein absolut cholerischer Regisseur, der mit allen ein falsches Spiel spielt.
Karine Tuil zeigt genial, wie sich vier Frauen aus verschiedenen Generationen (von 20 bis über 50) in einer knallharten, von Männern dominierten Welt durchboxen müssen. Das Buch ist voll mit Charakteren, die man gleichzeitig hassen und bemitleiden muss.
Ein Zitat bringt es auf den Punkt:„Menschen können ihre Privilegien nur genießen, wenn andere sie nicht haben.“ (S. 300)