Ein sehr kritischer Gesellschaftsroman über Machtgefüge und Abhängigkeiten
In zwei Kapiteln geht es um Männer und dem Verlust ihrer verschiedenen Machtpositionen, sei es zunächst mit dem Ex- Präsidenten Dan Lehman in seiner schwindenden Welt der Politik in Paris und ebenso in der Welt des Films mit dem Regisseur Romain Nizan und dem Medienzirkus rund um die Verleihung der Goldenen Palme in Cannes anlässlich des jährlichen Filmfestivals. Analysiert wird deren Leben im schwindenden Rampenlicht, dennoch weiterhin auf der Suche nach Anerkennung und Zuneigung in der Öffentlichkeit und in ihrem persönlichen Umfeld.
Dan, auch mit der Verkaufsrate seines Buches wenig erfolgreich, verfällt zunehmend dem Alkohol und in Selbstmitleid, während seine zwischenmenschlichen Beziehungen zur Familie zerfallen. Seine Ehefrauen Marianne & Hilda sind als Buchautorin bzw. als Schauspielerin erfolgreich. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird besonders sein Umgang mit Medien, gesellschaftlichem Druck und der Einsamkeit in Paris beleuchtet.
Im zweiten Teil in der Welt des Films steht vor allem der Regisseur Romain Nizan mit seiner negativen Einstellung Frauen gegenüber im Kreuzfeuer. Beleuchtet werden die Me-too-Bewegung und die krassen sexuellen Abhängigkeiten im Glanz von Preisverleihungen wie der Trophäe für beste schauspielerische Leistungen wie hier für Hilde. Der übergriffige Romain in seiner extrem Frauen verachtenden Art erliegt ebenso der medialen Macht, hier dank der Frauenbewegung.
Zwar sind Frauen beruflich erfolgreich, schön, selbstbewusst und freiheitsliebend, lässt sie jedoch auf ihrer Suche nach inniger, partnerschaftlicher Beziehung und Liebe ebenso einsam suchend zurück wie Männer. Frustration spricht aus diesem französischen Gesellschaftsroman, ohne menschliche Wärme in den Charakteren außer der kindlichen, behinderten Anne, für die kein liebevoll beschützender Familienrahmen geboten wird.
Inhaltlich hätte das 1. Kapitel mit Dan gerne etwas gestrafft werden können, der Sprachstil im 2. Teil wirkt teilweise vulgär. Zu viele wichtige gesellschaftliche Themen wurden nur angerissen. Ansonsten ein wichtiger Roman, der der mondänen und elitären Gesellschaft harsche Kritik entgegen bringt.
Dan, auch mit der Verkaufsrate seines Buches wenig erfolgreich, verfällt zunehmend dem Alkohol und in Selbstmitleid, während seine zwischenmenschlichen Beziehungen zur Familie zerfallen. Seine Ehefrauen Marianne & Hilda sind als Buchautorin bzw. als Schauspielerin erfolgreich. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird besonders sein Umgang mit Medien, gesellschaftlichem Druck und der Einsamkeit in Paris beleuchtet.
Im zweiten Teil in der Welt des Films steht vor allem der Regisseur Romain Nizan mit seiner negativen Einstellung Frauen gegenüber im Kreuzfeuer. Beleuchtet werden die Me-too-Bewegung und die krassen sexuellen Abhängigkeiten im Glanz von Preisverleihungen wie der Trophäe für beste schauspielerische Leistungen wie hier für Hilde. Der übergriffige Romain in seiner extrem Frauen verachtenden Art erliegt ebenso der medialen Macht, hier dank der Frauenbewegung.
Zwar sind Frauen beruflich erfolgreich, schön, selbstbewusst und freiheitsliebend, lässt sie jedoch auf ihrer Suche nach inniger, partnerschaftlicher Beziehung und Liebe ebenso einsam suchend zurück wie Männer. Frustration spricht aus diesem französischen Gesellschaftsroman, ohne menschliche Wärme in den Charakteren außer der kindlichen, behinderten Anne, für die kein liebevoll beschützender Familienrahmen geboten wird.
Inhaltlich hätte das 1. Kapitel mit Dan gerne etwas gestrafft werden können, der Sprachstil im 2. Teil wirkt teilweise vulgär. Zu viele wichtige gesellschaftliche Themen wurden nur angerissen. Ansonsten ein wichtiger Roman, der der mondänen und elitären Gesellschaft harsche Kritik entgegen bringt.