Gesellschaftliche Eindrücke
"Die Liebeshungrigen" von Karine Tuil verbindet die französische Politik mit der Filmszene des Landes. Es geht um Dan Lehman, den ehemaligen französischen Präsidenten, der sein Amt vor gut einem Jahr verlassen musste und seitdem in ein Loch gefallen ist. Er versucht, seine Gefühle im Alkohol zu ertrinken, muss sich vor Gericht bewähren und steht gleichzeitig vor den Trümmern seiner Ehe. Er war mit der Schauspielerin Hilda verheiratet, die am Anfang ihrer Beziehung ein großer Stern der Filmwelt war, sich durch die Ehe jedoch immer weiter zurückgezogen hat und in seinen Schatten gerückt ist. Nun kämpft sie sich mit einer neuen Rolle zurück ins Rampenlicht. Hierbei handelt es sich jedoch ausgerechnet um eine Buchverfilmung des Buches, das von Dans erster Ehefrau geschrieben wurde. Während Hilda immer erfolgreicher wird, scheint es Dan immer schlechter zu gehen.
Mich hat das Buch in seinen Bann gezogen und dafür gesorgt, dass ich es gar nicht aus der Hand legen wollte. Ich mochte die Verbindung aus Beziehungsdrama und gleichzeitig auch den tiefgründigen Gesellschaftsthemen sehr gerne. So ging es hier um Antisemitismus, Machtmissbrauch und den Feminismus. Besonders der Aspekt des Feminismus und die Bedeutung der Me Too Bewegung haben eine sehr große Rolle im Roman eingenommen, was ich nicht erwartet habe, was mich aber sehr überzeugt hat. So begleiten wir verschiedene Frauen dabei, wie sie sich gegen vermeintlich stärkere Männer zur Wehr setzen. Es geht dabei um den Machtmissbrauch in der Filmindustrie, aber auch die Politik wird durch Dan Lehman vertreten und kritisiert. Immer mal wieder hat uns die Autorin in eine Richtung gelenkt, man hat sich auf eine Entwicklung eingestellt und wurde dann doch vollkommen überrascht. Diese Stilmittel haben mir wirklich sehr zugesagt. Alles in allem habe ich bis zur letzten Seite mit Spannung gelesen. Man konnte die Charaktere sehr intensiv in ihrem Leben begleiten. Besonders schön fand ich es, dass der Fokus nicht auf Dan war, obwohl das der Klappentext vermuten ließ. Seine Geschichte wurde erzählt, der Fokus lag aber auf den Frauen um ihn. In gewisser Weise haben sie ihre Stimmen zurückbekommen, die sie während seiner Präsidentschaft oft untergeordnet haben, damit er seine politische Macht ausüben kann.
Mich hat das Buch in seinen Bann gezogen und dafür gesorgt, dass ich es gar nicht aus der Hand legen wollte. Ich mochte die Verbindung aus Beziehungsdrama und gleichzeitig auch den tiefgründigen Gesellschaftsthemen sehr gerne. So ging es hier um Antisemitismus, Machtmissbrauch und den Feminismus. Besonders der Aspekt des Feminismus und die Bedeutung der Me Too Bewegung haben eine sehr große Rolle im Roman eingenommen, was ich nicht erwartet habe, was mich aber sehr überzeugt hat. So begleiten wir verschiedene Frauen dabei, wie sie sich gegen vermeintlich stärkere Männer zur Wehr setzen. Es geht dabei um den Machtmissbrauch in der Filmindustrie, aber auch die Politik wird durch Dan Lehman vertreten und kritisiert. Immer mal wieder hat uns die Autorin in eine Richtung gelenkt, man hat sich auf eine Entwicklung eingestellt und wurde dann doch vollkommen überrascht. Diese Stilmittel haben mir wirklich sehr zugesagt. Alles in allem habe ich bis zur letzten Seite mit Spannung gelesen. Man konnte die Charaktere sehr intensiv in ihrem Leben begleiten. Besonders schön fand ich es, dass der Fokus nicht auf Dan war, obwohl das der Klappentext vermuten ließ. Seine Geschichte wurde erzählt, der Fokus lag aber auf den Frauen um ihn. In gewisser Weise haben sie ihre Stimmen zurückbekommen, die sie während seiner Präsidentschaft oft untergeordnet haben, damit er seine politische Macht ausüben kann.