Macht
Es heißt, hinter jedem Mann steht eine starke Frau. Viele Männer merken das nicht. Doch was, wenn ein gefallener Ex- Präsident Resonanz zieht und erkennen muss, dass er seine Frauen ohne ihn erfolgreich sind? Darum geht es in „Die Liebeshungrigen“.
Dan Lehmann war einst Frankreichs Präsident. Nach gescheiterter Wiederwahl versuch er sich ohne nennenswerten Erfolg als Autor. Seine Ehe ist in Trümmern und er wird in Gerichtsverfahren involviert. Derweil erhält seine (Noch-) Ehefrau eine für sie wichtige Rolle- in der Romanverfilmung vom Buch seiner Ex- Frau. Bei einem Filmfest kommt es zum inneren Konflikt…
Ich habe auf Grund der Thematik (Machtgefüge, Narzissmus in der Filmindustrie, Emanzipation) zu diesen Hörbuch gegriffen. Auch das Thema Reflexion von Beziehungen hat mich angesprochen. Entsprechend habe ich mich vor allem am Anfang über die bewusst überzogene Darstellung von Dan amüsiert. Wie er von Verlegern Dinge erwartet, zu denen er nicht befugt ist. Immer noch gedanklich in der Politikerrolle steckt- trotz verlorener Wahl. Diese übertriebene Darstellung hat mir einen guten Start ermöglicht.
Leider hat sich das sarkastische schnell gewandelt. Der sich gegen lassende, um Mitleid heuchelnde Dan konnte bei mir nicht punkten. Es macht mich fast wütend, wie er über Frauen als Objekte denkt und seine Fehler nicht sieht. Gerade hier hätte ich mir mehr Reflexion und eine sichtbare Lehre gewünscht.
Was mir gut gefallen hat war der Part, wo die Frauen erzählen. Sie berichten von der Eigenständigkeit, der Freiheit und ihren Wunsch nach Unabhängigkeit. Auch wenn sie teils in alte Muster verfallen, gefällt mir ihre Darstellung deutlich besser. Sie werden sprachlich authentisch rübergebracht und es wird deutlich, dass sie Wert auf eigenes legen.
Der Sprecher schafft es, diesen Wunsch nach Eigenständigkeit authentisch zu übermitteln. In den entsprechenden Szenen wird betont, was wichtig ist bzw. gebraucht wird. Was allerdings auch der Sprecher nicht hinbekommt ist die einzelnen Fragmente gestraft zu einen ganzen zu machen. Einige Szenen wirken willkürlich eingefügt, nicht beendet oder aber zu lang. Das ist sehr schade, da die Idee von Emanzipation und Machtverschiebung dadurch teils auf der Strecke bleibt. So gebe ich den Buch mit mehr Potential drei Sterne, empfehle es aber allen, die gescheitert sind und nachdenken wollen oder sich aus einer Beziehung gelöst haben.
Dan Lehmann war einst Frankreichs Präsident. Nach gescheiterter Wiederwahl versuch er sich ohne nennenswerten Erfolg als Autor. Seine Ehe ist in Trümmern und er wird in Gerichtsverfahren involviert. Derweil erhält seine (Noch-) Ehefrau eine für sie wichtige Rolle- in der Romanverfilmung vom Buch seiner Ex- Frau. Bei einem Filmfest kommt es zum inneren Konflikt…
Ich habe auf Grund der Thematik (Machtgefüge, Narzissmus in der Filmindustrie, Emanzipation) zu diesen Hörbuch gegriffen. Auch das Thema Reflexion von Beziehungen hat mich angesprochen. Entsprechend habe ich mich vor allem am Anfang über die bewusst überzogene Darstellung von Dan amüsiert. Wie er von Verlegern Dinge erwartet, zu denen er nicht befugt ist. Immer noch gedanklich in der Politikerrolle steckt- trotz verlorener Wahl. Diese übertriebene Darstellung hat mir einen guten Start ermöglicht.
Leider hat sich das sarkastische schnell gewandelt. Der sich gegen lassende, um Mitleid heuchelnde Dan konnte bei mir nicht punkten. Es macht mich fast wütend, wie er über Frauen als Objekte denkt und seine Fehler nicht sieht. Gerade hier hätte ich mir mehr Reflexion und eine sichtbare Lehre gewünscht.
Was mir gut gefallen hat war der Part, wo die Frauen erzählen. Sie berichten von der Eigenständigkeit, der Freiheit und ihren Wunsch nach Unabhängigkeit. Auch wenn sie teils in alte Muster verfallen, gefällt mir ihre Darstellung deutlich besser. Sie werden sprachlich authentisch rübergebracht und es wird deutlich, dass sie Wert auf eigenes legen.
Der Sprecher schafft es, diesen Wunsch nach Eigenständigkeit authentisch zu übermitteln. In den entsprechenden Szenen wird betont, was wichtig ist bzw. gebraucht wird. Was allerdings auch der Sprecher nicht hinbekommt ist die einzelnen Fragmente gestraft zu einen ganzen zu machen. Einige Szenen wirken willkürlich eingefügt, nicht beendet oder aber zu lang. Das ist sehr schade, da die Idee von Emanzipation und Machtverschiebung dadurch teils auf der Strecke bleibt. So gebe ich den Buch mit mehr Potential drei Sterne, empfehle es aber allen, die gescheitert sind und nachdenken wollen oder sich aus einer Beziehung gelöst haben.