Machthunger
Dan Lehman war mal ganz oben, er war der Präsident, aber seit einem Jahr ist er raus aus dem Elysée-Palast, raus aus der Politik und raus aus dem Leben irgendwie. Er hat während seines rasanten Aufstiegs eine jüngere, hübsche Schauspielerin geheiratet und eine Tochter mit ihr bekommen. Seine drei erwachsenen Kinder aus erster Ehe finden es furchtbar und auch Dan findet sich irgendwann nicht mehr zurecht im Leben, in seinem Alltag mit der neuen Frau. Täglich schaut er auf die Bestenliste und hofft, dass sein Buch höher steigt. Damit er sich nicht anschauen muss, damit er der Wahrheit und dem Leben nicht schonungslos gegenüber treten muss, greift er zur Flasche und der Nebel tut gut, das Brennen in der Kehle beim ersten Schluck und langsam werden die leeren Flaschen mehr. Seien Ex-Frau hat einen Bestseller geschrieben und die Filmrechte sind verkauft und seine zweite Frau soll in der Verfilmung die Hauptrolle spielen. Dan ist im Taumel, im Strudel und muss/soll mit nach Cannes, aber der Hunger lähmt ihn, treibt ihn um auch die Frauen stehen an einer Kreuzung.
Karine Tuil hat ein pralles Buch geschrieben über Menschen die hungrig sind, die verloren sind, die lieben wollen, aber scheitern und immer Suchende sind. Ehrlich, offen, oft auch bitter, aber immer wieder mit Gefühl und Liebe. Eine Betrachtung und Darstellung, die so täglich passiert und Macht und Erfolg können anspornen und beflügeln, aber eben auch lähmen und nach unten ziehen. Die Liebeshungrigen ist ein starkes Buch.
Karine Tuil hat ein pralles Buch geschrieben über Menschen die hungrig sind, die verloren sind, die lieben wollen, aber scheitern und immer Suchende sind. Ehrlich, offen, oft auch bitter, aber immer wieder mit Gefühl und Liebe. Eine Betrachtung und Darstellung, die so täglich passiert und Macht und Erfolg können anspornen und beflügeln, aber eben auch lähmen und nach unten ziehen. Die Liebeshungrigen ist ein starkes Buch.