Vielschichtig

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katzendieb Avatar

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Karine Tuil entfaltet in ihrem Roman ein dichtes Geflecht aus Machtstreben, Erfolg, öffentlicher Wahrnehmung und zwischenmenschlichen Beziehungen. Im Zentrum steht der ehemalige französische Präsident Dan Lehmann, um den sich eine Vielzahl von Figuren aus Film, Politik und Literatur gruppiert. Diese sind alle auf ihre Weise mit eigenen Konflikten und Sehnsüchten konfrontiert.

Die Autorin stellt ihre Figuren als vielschichtige und komplizierte Menschen dar. Auch die Personen, die wie echte Kotzbrocken wirken, sind in ihren Kämpfen mit sich selbst und der Welt so gefangen, dass man mit ihnen mitfühlen kann. Dieser Eindruck gelingt vor allem auch durch die wechselnden Erzählperspektiven.

Der Einstieg in das Buch gelingt mühelos und zieht einen dann in seinen Bann. Gleichzeitig regt der Roman dazu an, über Beziehungsdynamiken, Lebensentscheidungen und den Einfluss medialer Öffentlichkeit nachzudenken.