Ein tiefgründiger und historisch atmosphärischer Briefroman.

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fönbo Avatar

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"Die Liste der Lebenden" hat mich sofort gepackt, vor allem durch die ungewöhnliche Form.

Kutzenberger wählt den Briefwechsel als Stilmittel, was der Geschichte eine ganz intime, unmittelbare Note verleiht.

Es ist faszinierend, wie er reale historische Figuren wie H.C. Andersen und die Katastrophe des Dampfers "Austria" mit der fiktiven Ebene verwebt.

Jettes Stimme aus dem Hause Wulff wirkt authentisch und fängt das Zeitkolorit des 19. Jahrhunderts wunderbar ein, ohne dabei verstaubt zu wirken. Man spürt die Melancholie und die Sehnsucht, die zwischen den Zeilen mitschwingt.

Stefan Kutzenberger beweist hier erneut sein Talent für intelligente literarische Spiele, die gleichzeitig emotional berühren.

Wie laufen die verschiedenen Schicksale auf der Liste am Ende zusammen?