Eine wahre Geschichte in Briefen und Gedanken

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odenwald Avatar

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Jedenfalls, was die Freundschaft von Henriette Wulff und Hans Christian Andersen angeht; aber auch, was das Schiffsunglück und den dadurch verursachten Tod von Henriette betrifft. Die Geschichte dieses Romans dreht sich aber um das, was nicht oder jedenfalls nicht so stattgefunden hat. Henriette Wulff und H.C. Andersen haben hunderte von Briefen gewechselt, sie waren gut, wenn nicht sehr gut befreundet. Damals hätte man sie wohl „Seelenfreunde“ genannt. Ein Paar, also ein Liebespaar waren sie aber nicht. Und erst in diesen letzten Augenblicken, treibend auf der Holztür, ihr Dahinscheiden vor Augen, erkennt Henriette, wie nah und innig verbunden sie H.C. Andersen ist. Ihre Gedanken verbindet der Autor, Stefan Kutzenberger, geschickt mit den Gedanken von H.C. Andersen, der ja von dem Unglück noch nichts weiß, noch nichts wissen kann. Poetisch, melancholisch, teils auch traurig ist der Stil dieses kurzen, sehr berührenden, sehr innigen Romans. Ein Must für alle, die eine schöne Geschichte vor einem geschichtlichen Hintergrund lieben. Eine Liebesgeschichte, die nachdenklich stimmt.