Für Hansi

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Ein Frau, 54, nackt auf einer Tür auf dem Ozean treibend, denkt Briefe an ihren lebenslangen platonischen Freund Hans Christian Andersen, und in großer Gelassenheit breitet sie ihr ganzes Leben vor uns aus, wie sollte es anders sein, sie ist ja frei. Frei von allem Ballast und den Konventionen und angeregt von später körperlicher Erfüllung. Da tut uns der Dichter glatt leid mit seinem prüden Herumlavieren, das nur einmal eine durchaus nachhaltige Ausnahme machte.

Es ist ein unterhaltsames Kammerstück, dieses Buch, geeignet für eine Lektüre in Muße, vergnüglich ist ein passendes altmodisches Wort dafür; die Sprache ist fein, schön, poliert. Die Geschichte fügt die Erzählstränge auf übermütige Weise zusammen und zu einem überraschend stimmigen Ende.

Nehmt es mit in den Urlaub und erholt euch von den existenziellen Themen der Zeit und lest, welche Freiheit es bedeutet, von allem Besitz und der Hoffnung auf Überleben getrennt zu sein. Das ist ja immer ein erhellendes Gedankenexperiment.