Sehr lebendig geschriebener Briefroman
"Die Liste der Lebenden" von Stefan Kutzenberger ist ein sehr lebendig geschriebener Briefroman, der über die fiktive Korrespondenz zwischen Henriette Wulff und dem dänischen Schriftsteller Hans Christian Andersen uns das Schiffsunglüch der "Austria" und die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten näher bringt.
Henriette (Jette) Wulff entschliesst sich Dänemark zu verlassen und nach Amerika auszuwandern. Ihr brüderlicher Freund, Hans Christian Andersen, jedoch - als treuer Anhänger der Monarchie - entscheidet sich in Dänemark zu verbleiben. Erhält er doch vom König Stipendien, um seine Werke weiter veröffentlichen und schreiben zu können. Während der Überfahrt nach Amerika gerät dann aber die "Austria" in Brand und zahlreiche Reisende als auch die Besatzung kommen dabei ums Leben. Jette kann sich völlig entblösst auf eine im Meer treibende Tür retten. Hilflos, sie auf dem Ozean treibend und er auf Nachricht von ihr wartend, beginnen beide eine fiktive Korrespondenz, in dem sie ihre Gefühle, Gedanken austauschen und ihr gemeinsames Leben Revue passieren lassen.
Mit diesem Briefroman ist Stefan Kutzenberger ein sehr überzeugender und wunderbar lebendig erzählter Roman gelungen. Er stellt uns Leser/innen nicht nur ein sehr authentisches Gesellschaftsbild der damaligen Zeit vor Augen, sondern bringt uns auch sowohl bildhaft als auch stilistisch die Verbundenheit der beiden Protagonisten näher. Besonders erwähnenswert sei hier die Verkettung der "Briefe" miteinander erwähnt. Jeder neue Brief greift das Schlusswort, den letzten Gedanken des vorherigen Briefes/ Gedanken des anderen wieder auf. Das ist zum einen sehr erfrischend zu lesen als auch emotional gekonnt in Szene gesetzt.
Wir tauchen bei der Lektüre tief in die Seele der beiden ein und erleben hautnah die Seekatastrophe und auch die zerrüttende Hoffnung und das schier endlose Bangen auf Nachricht mit.
Der Briefroman greift dabei auf sehr abwechslungsreiche Art und Weise das damalige Gesellschaftsbild auf; die Unabhängigkeitskriege, die nie völlig geklärte Homosexualität von Hans Christian Andersen und vieles mehr.
"Die Liste der Lebenden" ist trotz des basierenden Schiffsunglücks eine sehr positiv erzählte Geschichte, die obgleich der historisch belegten Fakten über die Toten der Katastrophe seine Spannung durch die beiden Persönlichkeiten und deren lebendigen Austausches bezieht.Eine wunderbare Verknüpfung zwischen Fiktion und Historie in dem heute doch eher ungewöhnlichen Kleid eines Briefromanes gestaltet. Ein Muss für Liebhaber von Historienromane!
Henriette (Jette) Wulff entschliesst sich Dänemark zu verlassen und nach Amerika auszuwandern. Ihr brüderlicher Freund, Hans Christian Andersen, jedoch - als treuer Anhänger der Monarchie - entscheidet sich in Dänemark zu verbleiben. Erhält er doch vom König Stipendien, um seine Werke weiter veröffentlichen und schreiben zu können. Während der Überfahrt nach Amerika gerät dann aber die "Austria" in Brand und zahlreiche Reisende als auch die Besatzung kommen dabei ums Leben. Jette kann sich völlig entblösst auf eine im Meer treibende Tür retten. Hilflos, sie auf dem Ozean treibend und er auf Nachricht von ihr wartend, beginnen beide eine fiktive Korrespondenz, in dem sie ihre Gefühle, Gedanken austauschen und ihr gemeinsames Leben Revue passieren lassen.
Mit diesem Briefroman ist Stefan Kutzenberger ein sehr überzeugender und wunderbar lebendig erzählter Roman gelungen. Er stellt uns Leser/innen nicht nur ein sehr authentisches Gesellschaftsbild der damaligen Zeit vor Augen, sondern bringt uns auch sowohl bildhaft als auch stilistisch die Verbundenheit der beiden Protagonisten näher. Besonders erwähnenswert sei hier die Verkettung der "Briefe" miteinander erwähnt. Jeder neue Brief greift das Schlusswort, den letzten Gedanken des vorherigen Briefes/ Gedanken des anderen wieder auf. Das ist zum einen sehr erfrischend zu lesen als auch emotional gekonnt in Szene gesetzt.
Wir tauchen bei der Lektüre tief in die Seele der beiden ein und erleben hautnah die Seekatastrophe und auch die zerrüttende Hoffnung und das schier endlose Bangen auf Nachricht mit.
Der Briefroman greift dabei auf sehr abwechslungsreiche Art und Weise das damalige Gesellschaftsbild auf; die Unabhängigkeitskriege, die nie völlig geklärte Homosexualität von Hans Christian Andersen und vieles mehr.
"Die Liste der Lebenden" ist trotz des basierenden Schiffsunglücks eine sehr positiv erzählte Geschichte, die obgleich der historisch belegten Fakten über die Toten der Katastrophe seine Spannung durch die beiden Persönlichkeiten und deren lebendigen Austausches bezieht.Eine wunderbare Verknüpfung zwischen Fiktion und Historie in dem heute doch eher ungewöhnlichen Kleid eines Briefromanes gestaltet. Ein Muss für Liebhaber von Historienromane!