Ein Thriller, der genau hinschauen lässt

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seiten_springerin Avatar

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Diese Leseprobe hat mich direkt gepackt und gleichzeitig etwas nervös gemacht! Schon der Prolog beginnt unglaublich spannend. Eine Frau wartet nachts in Hamburg auf etwas, das offensichtlich geplant ist. Dann kommt es zu einer Begegnung, die völlig aus dem Ruder läuft – und plötzlich liegt ein Mann tot auf dem Asphalt. Besonders spannend fand ich, dass man als Leser zunächst überhaupt nicht weiß, was hinter dieser Frau und ihren Plänen steckt.
Die Szene ist sehr intensiv beschrieben und hat bei mir sofort ein Gefühl von Anspannung ausgelöst. Gleichzeitig bleiben so viele Fragen offen, dass ich unbedingt weiterlesen möchte. War wirklich alles Notwehr? Warum scheint die Frau so genau zu wissen, was sie tut?
Danach lernen wir Marlene Nielsen kennen, und auch sie hat mich sofort neugierig gemacht. Ihre Spezialisierung auf Mikroexpressionen und nonverbale Kommunikation finde ich unglaublich interessant. Die Vorstellung, dass winzige Veränderungen in Mimik und Körpersprache Hinweise auf die Wahrheit geben können, passt für mich perfekt zu einem Thriller. Gleichzeitig frage ich mich, wie zuverlässig solche Signale tatsächlich sind – und ob Marlene vielleicht irgendwann auf jemanden trifft, der seine Gefühle und Reaktionen genauso gut kontrollieren kann wie sie selbst.
Besonders gefällt mir der Kontrast zwischen den beiden Frauen. Während die eine schweigt und offensichtlich etwas zu verbergen hat, ist Marlene darauf spezialisiert, genau dieses Schweigen zu durchbrechen und die kleinsten verräterischen Signale zu erkennen. Allein diese Ausgangssituation verspricht für mich ein sehr spannendes Katz-und-Maus-Spiel.
Der Schreibstil hat mir ebenfalls gut gefallen. Die Atmosphäre im nächtlichen Hamburg wird sehr anschaulich eingefangen und die Handlung beginnt ohne lange Vorrede direkt mit einem Ereignis, das Fragen aufwirft. Dadurch war ich sofort mitten in der Geschichte.
Nach der Leseprobe möchte ich unbedingt wissen, welche Verbindung zwischen der Frau aus dem Prolog und Marlene besteht und wie sich dieser Fall weiterentwickelt. Vor allem bin ich gespannt darauf, ob Marlene mit ihrer Fähigkeit, Menschen zu „lesen“, tatsächlich immer die Wahrheit erkennt – oder ob sie selbst getäuscht werden kann.
Für mich ist „Die Lüge in ihrem Gesicht“ ein sehr vielversprechender Thrillerauftakt mit einer ungewöhnlichen psychologischen Idee. Die Leseprobe hat definitiv dafür gesorgt, dass ich wissen möchte, welche Wahrheit sich hinter den Gesichtern der Figuren verbirgt!