Auf psychologischer Ebene ein toller und cleverer Thriller

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Der Beginn mit dem Szeneneinstieg im Vorlesungssaal der Universität hat mir richtig gut gefallen und mich selbst in meine Zeit als Studentin zurückversetzt. Und es wird direkt richtig psychologisch, was ich ja generell eh liebe. Mit Marlene Nielsen haben wir nicht nur eine Professorin für Mikroexpression, sondern quasi auch einen menschlichen Lügendetektor. Denn sie checkt es, wenn du lügst und dich dein Gesicht dabei verpetzt. Und dabei sind es nicht nur die kleinen Lügen, die sie komplett aus der Fassung bringen. Marlenes Fähigkeit, die Emotionen von Menschen aus dem Gesicht zu lesen, wendet sie auch stetig in ihrem Leben an, was sogar etwas obsessiv erscheint. Dabei versucht sie einen vermeintlichen Mordfall zu lösen, den sie eigentlich gar nichts angeht, aber Lügen erträgt Marlene einfach nicht.

Den Aufbau der Geschichte mochte ich sehr, allgemein lag auch immer so eine bestimmte Spannung in der Luft, neben ganz viel Verzweiflung. Allgemein fand ich das Thema der Mikroexpression eine tolle Idee für eine Geschichte, die auch verständlich und glaubwürdig rübergebracht wurde. Allerdings fand ich es dann doch etwas zu viele Wiederholungen, grade im Mittelteil. Da hätte der Thrill ruhig noch etwas höher sein können.