Packendes Katze-und-Maus-Spiel mit überraschendem Wendepunkt
Ein faszinierender Psychothriller rund um das Lesen von Mikroexpressionen, der mit seiner dichten Atmosphäre fesselt und im Finale auf einen sehr dynamischen, filmischen Showdown setzt.
Warum wollte ich dieses Buch unbedingt lesen?
Als ich das Buch in der Hand hielt, war ich extrem gespannt auf die Story. Die Leseprobe hatte mich begeistert und das Thema rund um das Lesen von Mikroexpressionen ist ein Werkzeug, das mich schon lange fasziniert.
Somit war für mich klar: Das wird eine Geschichte ganz nach meinem Geschmack.
Zudem liebe ich es, neue Autoren für mich zu entdecken. Dieser Thriller war somit nicht nur das Debüt der Autorin in diesem Genre, sondern auch meine persönliche Premiere mit ihren Büchern.
Der Bucheinband im knalligen Rot funktioniert als Warnfarbe durchaus effektiv und hat meine Neugier sofort entfacht.
Worum geht’s?
Eine junge Frau in Hamburg. Es ist Nacht, alles hat geschlossen und wirkt unheimlich. Ein Mann begegnet der Frau – und kurze Zeit später ist jemand tot. Die Ermittler sind sich einig: Nicht nur muss die Tat aufgeklärt werden, auch die Personalien der Frau müssen aufgenommen werden. Doch genau daran beißt sich Chefermittler Deniz die Zähne aus. Es gibt keine Möglichkeit herauszufinden, wer sie ist. Kurz bevor sie dem Haftrichter vorgeführt werden muss, beschließt er, sich Hilfe zu holen: Die Verhaltenspsychologin Marlene Nielsen, eine Koryphäe für Mikroexpressionen. Sie ist sehr wahrscheinlich die Einzige, die Licht ins Dunkel bringen kann. Wer konnte ahnen, wie schnell sich alles Bewährte auf den Kopf stellen würde? Es türmen sich Fragen nach Ethik und menschlicher Manipulation auf, aber eines bleibt: Man weiß lange Zeit absolut nichts.
Meine Lesereise
Gleich zu Beginn nimmt mich die Autorin mit.
Ich finde mich in dunklen Ecken wieder, beobachte die Szene, verdaue den Schrecken und frage mich, was wohl hinter all dem steht. Denn mir ist sehr schnell klar, dass ich nicht vorhersehen kann, wohin diese Lesereise mich führen wird.
Ein für mich hochinteressantes Detail liegt in der Vorstellung und Weiterentwicklung der Protagonisten. Alle drei sind für sich exzentrisch und für Außenstehende unberechenbar.
Hier geht es nicht nur um die Menschen selbst, sondern um unsere Fähigkeit, menschliche Kommunikation zu lesen und zu interpretieren.
Genau das wollte ich – und ich bekam es.
Wie auf einem schwebender Teppich nimmt mich Marlenes Wissen und ihre Detailverliebtheit mit gutem Tempo mit.
Ich fliege durch die Seiten und stelle fest: Mit jeder Seite weiß ich weniger und habe mehr Fragen. Dieser Zustand ist unerwartet gut und treibt meinen Lesefluss drastisch voran.
Zwei Drittel des Buches waren für mich wie feinster Champagner.
Im letzten Drittel verändert sich jedoch der erzählerische Fokus und ich erlebe einen harten Bruch.
Obwohl sich die Ereignisse überschlagen, stehen nun die Protagonistinnen wie im grellen Scheinwerferlicht.
Ihre Stärken und Schwächen vermischen sich miteinander.
Es kommt zu einem Showdown, den ich in diesem Moment eher wie das bekannte Ende vieler Kriminalserien empfinde.
Der psychologische Zauber, dem ich für so viele Seiten erlegen war, zog sich zurück.
Stattdessen präsentierten sich die Antworten mit einem lauten Knall – ausgelöst durch das plötzliche, sehr konventionelle Eingreifen von außen –, der mich komplett aus der Geschichte riss.
Das Mysterium rund um die menschliche Mimik wich einem flachen, allzu glatt definierten Ende.
Als ich die letzte Seite gelesen hatte, waren zwar keine Fragen mehr offen, aber die Begeisterung war verflogen.
Fazit:
Dieses Thriller-Debüt hat extrem hohes Potenzial. Die Wissenschaft rund um das unbewusste menschliche Kommunikationsverhalten und dessen Deutung wurde sehr spannend in die Story eingebaut.
Einen großen Wermutstropfen bereitete mir jedoch das Finale.
Hier verlor die Erzählung ihre psychologische Tiefe.
Diese wurde durch actionreiche Szenen ausgewechselt, die in starkem Kontrast zu den vorherigen Seiten standen.
Dieses literarische Ungleichgewicht hat meinen Gesamteindruck leider getrübt.
Ich vergebe solide 3 Lesesterne, verbunden mit dem Wunsch nach mehr Büchern von dieser Autorin.
Es wäre schön, wenn diese künftig ihre dramaturgisch herausfordernden Kernstorys konsequent zu Ende führen würden, ohne in die Klischees eines Vorabendkrimis abzudriften.
Warum wollte ich dieses Buch unbedingt lesen?
Als ich das Buch in der Hand hielt, war ich extrem gespannt auf die Story. Die Leseprobe hatte mich begeistert und das Thema rund um das Lesen von Mikroexpressionen ist ein Werkzeug, das mich schon lange fasziniert.
Somit war für mich klar: Das wird eine Geschichte ganz nach meinem Geschmack.
Zudem liebe ich es, neue Autoren für mich zu entdecken. Dieser Thriller war somit nicht nur das Debüt der Autorin in diesem Genre, sondern auch meine persönliche Premiere mit ihren Büchern.
Der Bucheinband im knalligen Rot funktioniert als Warnfarbe durchaus effektiv und hat meine Neugier sofort entfacht.
Worum geht’s?
Eine junge Frau in Hamburg. Es ist Nacht, alles hat geschlossen und wirkt unheimlich. Ein Mann begegnet der Frau – und kurze Zeit später ist jemand tot. Die Ermittler sind sich einig: Nicht nur muss die Tat aufgeklärt werden, auch die Personalien der Frau müssen aufgenommen werden. Doch genau daran beißt sich Chefermittler Deniz die Zähne aus. Es gibt keine Möglichkeit herauszufinden, wer sie ist. Kurz bevor sie dem Haftrichter vorgeführt werden muss, beschließt er, sich Hilfe zu holen: Die Verhaltenspsychologin Marlene Nielsen, eine Koryphäe für Mikroexpressionen. Sie ist sehr wahrscheinlich die Einzige, die Licht ins Dunkel bringen kann. Wer konnte ahnen, wie schnell sich alles Bewährte auf den Kopf stellen würde? Es türmen sich Fragen nach Ethik und menschlicher Manipulation auf, aber eines bleibt: Man weiß lange Zeit absolut nichts.
Meine Lesereise
Gleich zu Beginn nimmt mich die Autorin mit.
Ich finde mich in dunklen Ecken wieder, beobachte die Szene, verdaue den Schrecken und frage mich, was wohl hinter all dem steht. Denn mir ist sehr schnell klar, dass ich nicht vorhersehen kann, wohin diese Lesereise mich führen wird.
Ein für mich hochinteressantes Detail liegt in der Vorstellung und Weiterentwicklung der Protagonisten. Alle drei sind für sich exzentrisch und für Außenstehende unberechenbar.
Hier geht es nicht nur um die Menschen selbst, sondern um unsere Fähigkeit, menschliche Kommunikation zu lesen und zu interpretieren.
Genau das wollte ich – und ich bekam es.
Wie auf einem schwebender Teppich nimmt mich Marlenes Wissen und ihre Detailverliebtheit mit gutem Tempo mit.
Ich fliege durch die Seiten und stelle fest: Mit jeder Seite weiß ich weniger und habe mehr Fragen. Dieser Zustand ist unerwartet gut und treibt meinen Lesefluss drastisch voran.
Zwei Drittel des Buches waren für mich wie feinster Champagner.
Im letzten Drittel verändert sich jedoch der erzählerische Fokus und ich erlebe einen harten Bruch.
Obwohl sich die Ereignisse überschlagen, stehen nun die Protagonistinnen wie im grellen Scheinwerferlicht.
Ihre Stärken und Schwächen vermischen sich miteinander.
Es kommt zu einem Showdown, den ich in diesem Moment eher wie das bekannte Ende vieler Kriminalserien empfinde.
Der psychologische Zauber, dem ich für so viele Seiten erlegen war, zog sich zurück.
Stattdessen präsentierten sich die Antworten mit einem lauten Knall – ausgelöst durch das plötzliche, sehr konventionelle Eingreifen von außen –, der mich komplett aus der Geschichte riss.
Das Mysterium rund um die menschliche Mimik wich einem flachen, allzu glatt definierten Ende.
Als ich die letzte Seite gelesen hatte, waren zwar keine Fragen mehr offen, aber die Begeisterung war verflogen.
Fazit:
Dieses Thriller-Debüt hat extrem hohes Potenzial. Die Wissenschaft rund um das unbewusste menschliche Kommunikationsverhalten und dessen Deutung wurde sehr spannend in die Story eingebaut.
Einen großen Wermutstropfen bereitete mir jedoch das Finale.
Hier verlor die Erzählung ihre psychologische Tiefe.
Diese wurde durch actionreiche Szenen ausgewechselt, die in starkem Kontrast zu den vorherigen Seiten standen.
Dieses literarische Ungleichgewicht hat meinen Gesamteindruck leider getrübt.
Ich vergebe solide 3 Lesesterne, verbunden mit dem Wunsch nach mehr Büchern von dieser Autorin.
Es wäre schön, wenn diese künftig ihre dramaturgisch herausfordernden Kernstorys konsequent zu Ende führen würden, ohne in die Klischees eines Vorabendkrimis abzudriften.