Spannend, psychologisch und mal etwas anders

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carina_s Avatar

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Die Lüge in ihrem Gesicht hat mich vor allem wegen der Idee mit den Mikroexpressionen neugierig gemacht. Ich fand es richtig spannend, dass Marlene als Verhaltenspsychologin selbst kleinste Regungen im Gesicht lesen kann und dadurch Dinge bemerkt, die anderen komplett entgehen.
Die Ausgangssituation hat mich direkt gepackt: Eine Frau tötet einen Mann, alle Zeugen sprechen von Notwehr, doch Marlene hat das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Dass die Verdächtige kaum eine Regung zeigt und offensichtlich gelernt hat, ihre Gefühle zu kontrollieren, macht das Ganze noch interessanter.
Besonders mochte ich, dass der Thriller stark mit Wahrnehmung, Manipulation und der Frage spielt, wem man eigentlich glauben kann. Dadurch geht es nicht nur um die Aufklärung eines Falls, sondern auch um psychologische Spielchen und darum, wie leicht Menschen sich täuschen lassen.
Zwischendurch war das Tempo für mich etwas ruhiger, aber insgesamt blieb die Geschichte spannend und hatte genug Wendungen, um mich bis zum Ende bei der Stange zu halten.
Für mich ein interessanter Psychothriller mit einer ungewöhnlichen Hauptfigur und einer Idee, die sich angenehm von klassischen Ermittlergeschichten abhebt.