Unerträgliche Selbstgerechtigkeit
Der Fall scheint klar. Eine junge Frau wird an den Landungsbrücken von einem Mann angegriffen und mit vorgehaltenem Messer bedrängt. Sie wehrt sich und kann ihn mit einem Handkantenschlag abwehren. Einem an dem er stirbt. Neben einigen Zeugen gibt es auch Aufnahmen einer Überwachungskamera. Der Fall scheint klar. Nur, warum sagt sie dann kein Wort, gibt ihre Identität nicht preis? Papiere, Schlüssel, Handy? Fehlanzeige. Selbst die Etiketten ihrer Kleidung sind entfernt. Und eben dieses Schweigen. Stundenlang kein Wort, keine Regung. Das lässt
Hauptkommissar Deniz Kurz keine Ruhe und er bittet Dr. Marlene Nielsen, Expertin für Mikroexpressionen, darum, mit der Unbekannten zu sprechen. Die aber nach wie schweigt. Die Unbekannte bleibt unbekannt. Aber die Psychologin ist der festen Überzeugung, dass sie eine Mörderin vor sich hat. Als die Frau aufgrund der Zeugenaussagen und der Videoaufnahmen vom Haftrichter frei gelassen wird und spurlos verschwindet, will Marlene sie auf keinen Fall davonkommen lassen und begibt sich auf abenteuerliche Spurensuche, die fast zum Amoklauf eskaliert. Und damit kippt die Sache leider. Die an sich gut konstruierte Grundstory hat gutes Potential, das durch die unglaubliche Selbstgerechtigkeit der Psychologin erschlagen wird. Sie erklärt großspurig die Formen der Lüge und dass man nie Lügen dürfe, unter keinen Umständen, dass jede Lüge bestraft werden muss. Dass sie selbst nie, nie lügen würde. Ach nein? Sie manipuliert ohne Ende und hält das für zulässig, dabei ist jede Manipulation auch Lüge. Ihre Aktionen sind abenteuerlich, ja beinahe hirnlos. Sie hält sich für unfehlbar und das wird pö-a-pö unerträglich. Und man erschauert vor dem Gedanken, dass diese durchdrehende Psychologin mal wirklich auf Menschen losgelassen wird. Schade um die Geschichte.
Hauptkommissar Deniz Kurz keine Ruhe und er bittet Dr. Marlene Nielsen, Expertin für Mikroexpressionen, darum, mit der Unbekannten zu sprechen. Die aber nach wie schweigt. Die Unbekannte bleibt unbekannt. Aber die Psychologin ist der festen Überzeugung, dass sie eine Mörderin vor sich hat. Als die Frau aufgrund der Zeugenaussagen und der Videoaufnahmen vom Haftrichter frei gelassen wird und spurlos verschwindet, will Marlene sie auf keinen Fall davonkommen lassen und begibt sich auf abenteuerliche Spurensuche, die fast zum Amoklauf eskaliert. Und damit kippt die Sache leider. Die an sich gut konstruierte Grundstory hat gutes Potential, das durch die unglaubliche Selbstgerechtigkeit der Psychologin erschlagen wird. Sie erklärt großspurig die Formen der Lüge und dass man nie Lügen dürfe, unter keinen Umständen, dass jede Lüge bestraft werden muss. Dass sie selbst nie, nie lügen würde. Ach nein? Sie manipuliert ohne Ende und hält das für zulässig, dabei ist jede Manipulation auch Lüge. Ihre Aktionen sind abenteuerlich, ja beinahe hirnlos. Sie hält sich für unfehlbar und das wird pö-a-pö unerträglich. Und man erschauert vor dem Gedanken, dass diese durchdrehende Psychologin mal wirklich auf Menschen losgelassen wird. Schade um die Geschichte.