Unsympathische Protagonistin
Die Prämisse des Buches, so pseudowissenschaftlich sie daherkommt, ist in jedem Fall unterhaltsam. Die Lüge in ihrem Gesicht hat das Kriterium der Unterhaltung erfüllt, aber nur, indem man beide Augen zudrückt.
Das größte Hindernis war eine wirklich unsympathische und anstrengende Protagonistin. Ihre Obsession ist vor allem zu Beginn nicht nachvollziehbar, auch wenn die Erzählung versucht sie zu begründen. Hier kommt eine naive, beschränkte Überzeugung zum Einsatz, die niemand im Alter über sechs Jahren vertreten würde - dass nicht nur jede Lüge schlecht ist, sondern auch jede Lüge gleich zu verurteilen ist. Dafür, dass dieses Denken die treibende Kraft hinter der Motivation und den Konflikten der Protagonistin ist wurde dies viel zu wenig hinterfragt oder aufgearbeitet. Es gibt am Ende eine kitschige Lektion zu lernen, aber ihre Taten, ihr massiv grenzüberschreitendes Verhalten, sowohl menschlicher als auch gesetzlicher Natur, ihr so oft despektierliches, selbstgerechtes und urteilendes Auftreten wird kaum reflektiert.
Weitere nur mäßig überzeugende Punkte sind, dass, bis auf den zentralen Auslöser, das Thema der Mikroexpressionen im Grunde nicht relevant für die Geschichte ist. Es handelt sich auch ehr um einen klassischen Ermittlungskrimi, als einen Thriller. Dessen Handlung vorhersehbar ist, während gleichzeitig die Entscheidungen der Hauptakteure wenig Sinn ergeben wird, würde man sie genauer betrachten.
Als Hörbuch kann man sich von der story ein paar Stunden berieseln lassen, aber was besseres zu finden wird nicht schwer sein.
Das größte Hindernis war eine wirklich unsympathische und anstrengende Protagonistin. Ihre Obsession ist vor allem zu Beginn nicht nachvollziehbar, auch wenn die Erzählung versucht sie zu begründen. Hier kommt eine naive, beschränkte Überzeugung zum Einsatz, die niemand im Alter über sechs Jahren vertreten würde - dass nicht nur jede Lüge schlecht ist, sondern auch jede Lüge gleich zu verurteilen ist. Dafür, dass dieses Denken die treibende Kraft hinter der Motivation und den Konflikten der Protagonistin ist wurde dies viel zu wenig hinterfragt oder aufgearbeitet. Es gibt am Ende eine kitschige Lektion zu lernen, aber ihre Taten, ihr massiv grenzüberschreitendes Verhalten, sowohl menschlicher als auch gesetzlicher Natur, ihr so oft despektierliches, selbstgerechtes und urteilendes Auftreten wird kaum reflektiert.
Weitere nur mäßig überzeugende Punkte sind, dass, bis auf den zentralen Auslöser, das Thema der Mikroexpressionen im Grunde nicht relevant für die Geschichte ist. Es handelt sich auch ehr um einen klassischen Ermittlungskrimi, als einen Thriller. Dessen Handlung vorhersehbar ist, während gleichzeitig die Entscheidungen der Hauptakteure wenig Sinn ergeben wird, würde man sie genauer betrachten.
Als Hörbuch kann man sich von der story ein paar Stunden berieseln lassen, aber was besseres zu finden wird nicht schwer sein.