aufwühlende Suche nach den eigenen Wurzeln

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ingri Avatar

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Magnolia, die in London lebt und sich privat und beruflich sehr für den Umweltschutz engagiert, kehrt wieder einmal zum Haus ihrer Großeltern zurück um dort Zeit mit ihrer weitern Familie zu verbringen. Man findet in den Unterlagen der Großmutter eine alte Rechnung und ein Flugticket – beides mit Bezug zu Neuseeland – der Heimat von Magnolias Mutter. Getrieben durch diese Funde und der Tatsache, dass es Magnolias Mutter neuerlich sehr schlecht geht, macht sie sich auf den Weg nach Neuseeland. Ihr Ziel dort, ist neben der Suche nach den Geheimnissen um ihre Familie, auch mehr über den Umweltschutz in Neuseeland zu erfahren, wobei sie sehr engagierte und sympathische Mitstreiter findet.

Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Zeitebenen erzählt – der Ebene von Magnolia in der jetzt Zeit, die den Hinweisen folgt und Neuseeland entdeckt. Die zweite Ebene folgt ein junger Maori mit den Namen Amiri in den 1960er Jahren, die auf einer Farm arbeitet. Wie man natürlich von Beginn an erahnen kann, hängen beide Geschichten zusammen, jedoch rätselt man natürlich wie.

Speziell der Erzählstrang von Magnolia, ist natürlich der Suche nach Hinweisen gewidmet. Es ist allerdings auch viel mehr – man merkt auch an Magnolia eine Entwicklung, die sie in diesem Land vollzieht – sie wird zugänglicher und legt ihre doch eher dogmatischen Ansichten immer mehr ab. Die Entfernung zur Heimat, das neue Land und die Bekanntschaften verändern eben den Blick auf so manches. Wie nebenbei entwickelt sich auch eine Liebesgeschichte.
Die Geschichte um die Suche nach Hinweisen ist realistisch, wie ich meinen würde – immer wieder durch Rückschläge und Zufälle gekennzeichnet. Man jagt durchs ganze Land und lernt dadurch – nebenbei- die schöne Landschaft Neuseelands und einige Sitten der Maori kennen. Generell ist es eine sehr berührende Geschichte, die wenn auch fiktiv, sicher auch so passieren hätte können. Auch gibt die Geschichte Hoffnung – dass man Traumata überwinden kann. Man kann sein Glück finden, auch wenn es unwahrscheinlich scheint.

Auch wenn dies bereits der vierte Band um die Kinder bzw. Enkelinnen der Familie Carter ist, lässt sich der Roman auch ohne Probleme allein lesen. Bei der Übersicht hilft der Stammbaum zu Beginn durch die ersten Szenen.

Für mich war es definitiv ein Ansporn auch weiter Bände der Serie zu lesen, da es ein kurzweiliger und schön gestalteter Roman war.