berührende aber auch belehrende Suche vor der beeindruckenden Kulisse Neuseelands

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buchfan25 Avatar

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Spiegel Bestseller-Autorin Tessa Collins legt mit „Die Magnolientochter“ den vierten Band der Reihe rund um die „Blumentöchter“ vor. Das Cover besticht mit seinen wunderbaren Farben und das Buch mit dem traumhaften Magnolienblüten-Farbschnitt. Der Wiedererkennungseffekt zur „Blumentöchter“-Reihe ist sehr hoch und dadurch gut getroffen.

Magnolia erhält Hinweise darauf, dass die Vergangenheit ihrer Mutter Maia in Neuseeland rätselhafter sein könnte, als bisher angenommen. Die eigentlich so taffe junge Frau, die durch einen neuerlichen Suizidversuch Maias ins Wanken geraten ist, möchte die Chance nutzen, um ihrer Mutter vielleicht helfen zu können. Überraschend findet sie in Neuseeland nicht nur interessante Hinweise aus der Vergangenheit, sondern viel mehr.

„Die Magnolientochter“ ist der erste Roman der Reihe, den ich gelesen habe. Deshalb tat ich mich an manchen Stellen, die vorhergehende Bände oder Zusammenhänge betrafen, etwas schwer, da diese Details nicht näher erläutert wurden. Die Figur Magnolia wirkt an manchen Stellen leider etwas unglaubhaft. Tritt sie einerseits vehement für Umwelt- und Tierschutz ein, so ist es etwas unbegreiflich, wie sie andererseits ohne Zaudern mehrfach mehrere Stunden mit dem Auto durch Neuseeland fährt bzw. sogar fliegt. Ansonsten ist es schön zu sehen, wie sie auch ihre weicheren Seiten entdeckt und feststellt, dass diese definitiv keine Schwächen sind.

Einfach zauberhaft sind die Naturbeschreibungen Neuseelands. Auch die besonderen Sehenswürdigkeiten erhalten einen Platz im Buch, ohne aufdringlich zu wirken. Die Familiengeschichte sowie die Verbindungen von Vergangenheit und Gegenwart berühren. Besonders im Vergangenheitsteil sind die Figuren authentisch beschrieben. Grundsätzlich recht vorhersehbar, jedoch trotzdem bewegend, ist die Handlung. Im Gegenwartsteil hat der Roman vor allem wegen der belehrenden Art mehr Schwächen. Über die teilweise sehr einseitige Darstellung bezüglich Umweltschutz sollte man hinwegsehen können.

Insgesamt ein schöner Roman, der vor allem durch die zauberhaften Beschreibungen der Landschaft Neuseelands besticht. Als Einstieg in die „Blumentöchter“-Reihe finde ich diesen Band allerdings nicht gut geeignet.