Nette Geschichte

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peggysue Avatar

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Die Magnolientochter konnte mich leider nicht vollständig überzeugen. Die Grundidee rund um Familiengeheimnisse, Identitätssuche und eine Reise nach Neuseeland klang vielversprechend, blieb für mich in der Umsetzung jedoch eher oberflächlich.

Die Geschichte um Magnolia beginnt recht zäh. Gerade der Einstieg hat sich für mich gezogen, und ich hatte lange das Gefühl, dass wenig wirklich Relevantes passiert. Viele Entwicklungen waren früh absehbar, sodass echte Spannung kaum aufkam. Auch die emotionale Tiefe, die ich mir bei einer Geschichte über Verlust, Herkunft und familiäre Vergangenheit erhofft hatte, blieb für mich hinter den Erwartungen zurück.

Zwar sind die Landschaftsbeschreibungen von Neuseeland sehr ausführlich und atmosphärisch, teilweise wirkten sie auf mich jedoch eher wie Füllmaterial und konnten die schwache Dynamik der Handlung nicht ausgleichen. Die Figuren blieben für mich insgesamt zu blass, und besonders die Beziehungen zwischen den Charakteren haben mich emotional nicht wirklich erreicht.

Der Schreibstil ist zwar flüssig und gut lesbar, aber genau das machte das Buch für mich eher zu einer netten, aber auch recht austauschbaren Lektüre. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart konnte daran wenig ändern, da die einzelnen Stränge für mich nicht stark genug miteinander verknüpft waren.

Insgesamt ist Die Magnolientochter ein ruhiger Familienroman, der sicher seine Leser*innen finden wird, mich persönlich aber eher gelangweilt als berührt hat. Wer leichte Unterhaltung mit schönen Landschaftsbeschreibungen sucht, könnte hier auf seine Kosten kommen – für mich fehlten jedoch Spannung, Tiefe und echte emotionale Verbindung zu den Figuren.