Spannender Familienroman vor atemberaubender Kulisse

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mei.ke Avatar

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Bei "Die Magnolientochter" von Tessa Collins handelt es sich um den vierten Band der Blumentöchter-Reihe. Ohne die anderen Bücher von ihr gelesen zu haben, konnte ich dieser Geschichte nahtlos folgen; es war also kein Problem, dass Namen aus vorherigen Bänden auftauchten.

Doch zuerst ein paar Wort zum Cover. Vermutlich bin ich da immer etwas zu kritisch oder habe oftmals einen anderen Geschmack, was die Covergestaltung angeht. Denn auch dieses Buch hätte ich nicht anhand des Covers gewählt. Das Babyblau und Rosa der Magnolienblüten und auch die Serifenschrift des Titels sind mir persönlich etwas zu kitschig. Thematisch natürlich passend: die Darstellungen der Blumen; schön ist auch der Farbschnitt!

Inhaltlich hat mich das Buch von der ersten Seite abgeholt. Das könnte daran liegen, dass die Hauptfigur - Magnolia - nicht nur mein Jahrgang ist, sondern auch deren Interessen und Ansichten den meinen stark ähneln.
Die Geschichte war nicht nur spannend, sondern (vor allem zum Ende hin) auch sehr emotional. Gespickt wurde die Storyline mit Rückblenden aus den 60ern; die Stück für Stück die Puzzleteile der Geschehnisse zusammenfügten.

Der Schreibstil von Tessa Collins hat die Gefühlswelten der Charaktere und auch die sagenhafte Kulisse Neuseelands wunderbar zum Ausdruck gebracht. Ich liebe es, wenn ich nach einem Buch wieder ein bisschen schlauer bin - in diesem Fall durch interessante Fakten und Kulturwissen. Und natürlich ist nun wieder ein Land mehr dazugekommen, das ich gerne bereisen würde. Die Schilderungen der neuseeländischen Landschaft haben das Fernweh geweckt ;-)