Spurensuche in der Vergangenheit

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matheelfe Avatar

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„...Ich fühle mich wie auf einer Odyssee, die nicht enden will. Wir fahren von einem zum anderen Punkt, wie bei einer Schnitzeljagd, und haben bisher doch kaum Antworten bekommen…“

Es ist schon eine Menge passiert, bevor es zu dieser Aussage von Magnolia kommt. Angefangen hatte alles mit einem alten Flugticket und einer Kette.
Die Autorin hat einen berührenden Roman geschrieben. Es ist der vierte Band der Reihe. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet und bringt die Probleme gekonnt auf den Punkt. Wieder laufen zwei Handlungsstränge parallel. Der eine spielt in der Gegenwart, der andere beginnt 1961.
Magnolia lebt in London. Sie ist Umwelttechnikerin und setzt sich vehement für den Umweltschutz ein. Ihren Kunden gegenüber wird sie sehr konkret.

„...Doch auf eben jeden Einzelnen kommt es an. Wenn jeder etwas tut, und sei es noch so wenig, werden viele kleine Maßnahmen zu einer großen. Und dann bewirken wir auch etwas...“

Ihre Eltern leben in Kalifornien. Als sie die Nachricht erhält, dass ihre Mutter erneut einen Selbstmordversuch unternommen hat, ist sie erschüttert. Es gibt eigentlich keinerlei Gründe für deren Depression. Sollten die Ursachen tief in der Vergangenheit liegen? Und was hat es mit dem Flugticket und der Kette auf sich, die Magmolia nach dem Tode der Großmutter in Cornwall gefunden hat?
Kurzerhand fliegt Magnolia nach Neuseeland, dem Herkunftsland ihrer Mutter. Ihr Chef verweist sie an Kyle, einen dortigen Freund, der auch um Umweltschutz arbeitet und deklariert das Ganze als Dienstreise.
Auf dem Ticket steht ein Name. Damit beginnt Magnolias Suche. Ihre Reise führt sie an verschiedene Orte der Insel. Dadurch lerne ich manche Sehenswürdigkeiten kennen und werde mit den Legenden der Maori vertraut gemacht. Die Anlaufpunkte erweisen sich oft als eine Art Sackgasse, die ihr nichts weiter bringen als einen neuen Namen.
Beim Thema Umweltschutz ist Neuseeland schon weiter als Europa. Interessant finde ich vor allem das Vorgehen beim Artenschutz. Doch Magnolia muss auch lernen, dass alles zwei Seiten hat und man nichts übers Knie brechen sollte.
Zwischendurch erfahre ich als Leser, was ab 1961 geschehen ist. Hier werde ich mit den unterschiedlichen Welten der weißen Eroberer und der einheimischen Maori bekanntgemacht.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es verknüpft eine spannende Familiengeschichte mit aktuellen Problemen.