Weite Reise

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immenhof Avatar

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Bei "Magnolientochter" handelt es sich um den vierten Band der Blumentöchterreihe. Ich habe mit dem dritten band gestartet und inzwischen auch den ersten Band gelesen. Wie auch beim vorherigen Band, spielt es keine Rolle, ob man die Vorgängerbände gelesen hat. Allerdings erhält man natürlich geringfügige Spoiler.
Ich hatte mit Magnolia und ihrem starken Umweltschutz in den vorherigen Bänden meine Mühe und war daher etwas skeptisch. Ihre Entwicklung gefällt mir jedoch sehr gut. Einzig, dass sie einen Inlandsflug von Christchurch nach Queenstown wählt, war für mich eher unrealistisch, nachdem sie mit dem langen Flug bereits so viel Mühe hatte. Diesbezüglich hätte ich eine Busfahrt realistischer gefunden.
Die Reihe ist extrem gut aufgebaut und enthält bisher immer Kapitel in zwei verschiedenen Zeitschienen. Dies ist jedoch so gut gemacht, dass die Spannung hochgehalten wird und man nicht die Übersicht verliert. Die Orte werden so anschaulich beschrieben, dass man am liebsten direkt hinreisen möchte. Obwohl die Familiengeschichten dahinter immer um Verwandtschaftssuche gehen, sind sie nachvollziehbar gestaltet. Im Vergleich zum vorherigen Band, fand ich den Zeitstrang in der Vergangenheit zwar schön zu lesen, aber kulturell nicht ganz so packend. Dies kann aber auch daran liegen, dass ich von der Vergangenheit Neuseelands mehr Ahnung habe, wie von der Geschichte Sri Lankas.
Für alle Neuseelandliebhaber, Fans der Reihe oder Personen, welche gerne in die Geschichte von verschiedenen Ländern eintauchen eine klare Empfehlung. Ich freue mich bereits auf den 5.Band der Reihe und bin einerseits traurig über den Abschied, aber erhoffe mir noch manche Aufklärungen. Schade ist es, dass man die Personen danach kaum noch weiterverfolgen kann.