Tragisch, Mystisch und ein hauch Melancholie

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ravenmoon Avatar

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Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, in eine Geschichte hineingezogen zu werden, die sich über Generationen spannt. Genau das macht für mich den Reiz einer Familiensaga aus, und hier wird dieser Ton direkt getroffen.

Das Cover hat mich dabei sofort angesprochen. Es wirkt fast märchenhaft: die Küstenlandschaft, das große Anwesen, die warmen Farben des Himmels und dazu die floralen Elemente – das hat etwas Weites, Sehnsuchtsvolles. Gleichzeitig schwingt auch eine gewisse Melancholie mit, als würde hinter all der Schönheit bereits eine Geschichte von Verlust und Veränderung liegen. Für mich passt das sehr gut zur Stimmung der Leseprobe.

Der Einstieg mit der Legende um die vier Schwestern und den Fluch fand ich besonders stark. Diese Szene hat sofort etwas Mythisches und Tragisches, das sich wie ein Schatten über die eigentliche Handlung legt.

Auch der Perspektivwechsel in die spätere Zeit gelingt gut. Die Dynamik zwischen den Schwestern wirkt lebendig und glaubwürdig.

Was mich besonders neugierig macht, ist dieses Gefühl, dass sich alles erst langsam entfaltet: die Familiengeschichte, die Bedeutung des Fluchs und die Wege der einzelnen Schwestern. Durch die Karte der Reisen bekommt man zusätzlich eine Ahnung davon, wie weit sich die Geschichte noch ausbreiten wird – geografisch und emotional.