Wenn Steine schweigen und Schwestern reisen

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Das Cover und der Titel erinnern mich an die Sieben-Schwestern-Reihe, die ich liebe, daher hat mich dieses Buch sofort angesprochen: ein schottisches Schloss im dramatischen Sonnenuntergang, wilde Klippen, ein Sternenhimmel und die zarten Blüten — das ist genau die Mischung aus Magie und Sehnsucht, die ich von einer Familiensaga erwarte.

Der Schreibstil von Eleanor Buchanan ist bildreich und warm, ohne ins Kitschige abzudriften. Der mythologische Prolog mit dem trauernden Vater und dem Fluch der Four Sisters hat mich vom ersten Satz an gepackt — selten hat mich ein Einstieg so unmittelbar berührt. Der Übergang in die 1930er-Jahre gelingt fließend, und die historische Atmosphäre wird mit feinem Gespür vermittelt.

Was mich besonders begeistert: die Figuren. Iris ist keine strahlende Heldin, sondern eine junge Frau, die trotz innerem Zerrissenheit Verantwortung übernimmt — das macht sie ungemein nahbar. Die Schwesternkonstellation, die Andeutungen rund um Ian und den verlorenen Ring am Finger, die Schatten des Fluchs — all das baut eine unterschwellige Spannung auf, die man förmlich spürt.