gelungener Auftakt – zwei starke Zeitebenen mit Atmosphäre, Tiefe und Emotionen

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buchfan25 Avatar

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Autorin Eleanor Buchanan ist mit „Die Meerglas-Schwestern“ ein wundervoller Auftaktroman zu einer spannenden Familiensaga gelungen.

Im Mittelpunkt der Familiensaga steht ein tragisches Geheimnis um vier Schwestern. Der vorliegende erste Band befasst sich in der Gegenwart mit Roz. Sie verlässt Australien nach dem Tod ihrer Mutter und reist nach England. Mit dabei ein Opalring. Dass dieses Erbstück, das sie erst kürzlich entdeckt hat, sie mit dem schottischen Skara verbindet ahnt sie zunächst nicht.
In der Vergangenheit steht Iris, die älteste von vier Schwestern, im Mittelpunkt. Sie reist nach Ceylon, um den Bruder ihrer verstorbenen Mutter um Hilfe und Unterstützung zu bitten. Fest im Blick hat sie dabei die schnellstmögliche Rückkehr in ihre schottische Heimat und zu ihren Schwestern. Doch nicht nur die Reise an sich hält einige Überraschungen bereit.

Stimmungsvoll und farbenprächtig präsentiert sich das Cover des Buches. Besonders ansprechend sind zudem der sich haptisch abhebende Titel, sowie die auffallend gestalteten Blumenranken am oberen Rand.

Mitreißend, dabei flüssig und leicht zu lesen, ist der Schreibstil Eleanor Buchanans. Man fliegt durch die Seiten und ist gefesselt von den Geschehnissen und Familiengeheimnissen auf beiden Zeitebenen. Der Autorin ist es auf eindrückliche Weise gelungen, dass diese hervorragend ineinandergreifen, dabei jedoch jede für sich eine eigene starke Geschichte mit ebensolchen Figuren beschreiben. Die wechselnden Perspektiven erfordern zu Beginn aufgrund der vielzähligen Schauplätze und Charaktere größere Aufmerksamkeit. Jedoch wachsen einem diese durch die bildhaften, atmosphärischen und einfühlsamen Beschreibungen so schnell ans Herz, dass eine korrekte Einordnung leicht fällt.

Am Ende fügt sich das Ganze zu einem wahnsinnig bunten und aufregenden, aber sehr stimmigen Bild. Eine tolle Mischung aus Abschluss und offenen Fragen.

Was mir leider nicht so gut gefallen hat sind die teils sehr inhaltbestimmenden mystischen, übersinnlichen Elemente. Ein gewisser Anteil Mystik ist sicherlich vertretbar. Jedoch hätte es mir an mancher Stelle besser gefallen, wenn Geschehnisse auf realer Ebene abgelaufen wären.

Für diesen mitreißenden Auftaktroman zu einer großen Familiengeheimnis-Saga vergebe ich gerne 4,5 Sterne. Einen halben Stern muss ich leider für die oben ausgeführten mystischen Elemente abziehen. Den zweiten Band werde ich sehr gerne lesen und wird von mir mit großer Spannung erwartet.