Wunderschön erzählte Geschichte

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haruka Avatar

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Das Buch hat mich von Anfang an gepackt. Schon der Prolog ist eindrücklich, episch und gefühlvoll und setzt sofort die besondere Stimmung des Buches: Hier geht es um eine Geschichte, die Vergangenheit, Familiengeheimnisse, Schmerz und Hoffnung miteinander verbinden.
Besonders schön fand ich die Idee, dass die vier Schwestern nach Blumen benannt wurden: Iris, Rose, Lily und Daisy. Das hat für mich direkt etwas Zartes und Märchenhaftes in die Geschichte gebracht. Wiederkehrende Themen im Buch sind: Verlust, Pflichtgefühl, Trauma und wie stark die Vergangenheit das Leben der nächsten Generationen prägen kann.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, was mir sehr gefallen hat. Iris’ Handlung fand ich besonders berührend. Sie ist noch jung, naiv und unerfahren, aber gleichzeitig trägt sie schon so viel Verantwortung auf ihren Schultern. Aus Pflichtbewusstsein unterdrückt sie ihre eigenen Wünsche und Gefühle, auch wenn es ihr das Herz bricht. Ihre Reise und die Geschichte um den unheilvollen Opal-Ring haben eine sehr intensive, schicksalhafte Atmosphäre.
Auch Roz’ Geschichte in der Gegenwart hat mich emotional abgeholt. Ihr Leben ist stark geprägt von traumatischen Erfahrungen. Man kann ihre Beweggründe sehr gut nachvollziehen.
Die Parallelen zwischen den beiden wurden auf subtile Weise gut rübergebracht.
Ich mochte ihre Entwicklungen sehr. Beide müssen über ihren eigenen Schatten springen und lernen, ihre Gefühle zuzulassen und auszusprechen.
Auch die übrigen Figuren mochte ich sehr und habe auch mit ihnen mitgefühlt.
Was ich an dem Buch besonders geliebt habe, war die Atmosphäre. Obwohl die Geschichte in der modernen Welt spielt, hat sie stellenweise etwas Mysteriöses, fast Magisches. Man ist beim Lesen wirklich versucht, selbst an einen Fluch zu glauben. Dazu kommt der wunderschöne, bildhafte und atmosphärische Erzählstil, der die Geschichte lebendig macht und gleichzeitig Spannung erzeugt.
Auf dem Klappentext wird zwar mit einer grossen Liebesgeschichte geworben, aber so habe ich das Buch nicht unbedingt empfunden. Es gibt Liebe, aber für mich stand sie nicht im Mittelpunkt. Und das war völlig in Ordnung. Viel stärker ging um Familie, alte Wunden, Schuld, Verlust, Mut und die Frage, ob man sich von der Vergangenheit befreien kann.
Insgesamt handelt es sich hierbei um eine gefühlvolle, spannende und wunderschön erzählte Geschichte mit berührenden Ereignissen, authentischen Figuren und einer ganz besonderen Stimmung. Für mich war es ein rundum gelungenes Buch, das mich emotional erreicht und bei dem ich bis zum Schluss mitgefiebert habe.