Beeindruckende Reise

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me.kristin Avatar

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Ich habe bereits die „Die Mitternachtsbibliothek“ von Matt Haig sehr gerne gelesen und war daher gespannt auf dieses Buch. Das Cover erinnert mich auf jeden Fall auch an den anderen Roman; beide sind sehr schön gestaltet.

Die Ähnlichkeit der beiden Romane kommt auch nicht nur durch den selben Autor zu Stande: auch auf inhaltlicher Ebene hängen die beiden Geschichten zusammen. Allerdings muss man meiner Meinung nach nicht zwingend den Vorgänger gelesen haben, um "Die Mitternachtsreise" lesen und verstehen zu können.

Insgesamt ist die Erzählweise sehr kurzweilig. Das kommt vor allem durch die kurzen Kapitel, die das Buch unterteilen. Zum anderen nutzt der Autor auch eine sehr bildhafte Sprache, der man gerne folgt und bei der man quasi gar nicht aufhören kann zu lesen, weil man sich alles direkt vorstellen kann und quasi die Szenerie vor Augen hat.

Während Nora Seed im Vorgängerband noch in einer riesigen Bibliothek alternative Leben ausprobierte, die sie hätte führen können, steigt der Protagonist Wilbur in den Mitternachtszug. Als die Uhren auf 00:00 Uhr verharren und die Realität hauchdünn wird, beginnt für ihn eine Reise rückwärts: Er reist durch sein eigenes, vergangenes Leben. Es ist eine Geschichte über verpasste Chancen, die schmerzhafte Konfrontation mit der eigenen Reue, tiefe Liebe und die Frage, wie man mit den Narben der Vergangenheit Frieden schließt.

Das Buch stellt auch einige Fragen, teilweise direkt, aber auch indirekt, mit denen sich die meisten LeserInnen auch identifizieren werden.