Berührend

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kindder80er Avatar

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Den Vorgänger "Die Mitternachtsbibliothek" habe ich sehr gerne gelesen und auch "Die Mitternachtsreise" haut in dieselbe Kerbe, kann aber unabhängig vom Vorgänger gelesen werden. Innehalten, sein Leben betrachten, reflektieren, durchaus bereuen, aber auch dankbar für die schönen Momente sein. Das ist wichtig. Wie gerne würde ich selbst manchmal Dinge so sehen, wie sie damals waren. Einfach nochmal erleben. Dabei sein. Aber Wilbur, dem Protagonisten reicht es bald nicht mehr, nur Zaungast seines eigenen Rückblickes zu sein.

Als er mit Anfang 80 stirbt, findet er sich im Körper seines 29jährigen Ichs wieder. Zu dieser Zeit verbrachte er mit seiner frisch angetrauten Braut Maggie seine glücklichen Flitterwochen. Er trifft auf Agnes, die er als alte Frau kannte und die ebenfalls im Körper ihrer glücklichsten Zeit steckt.

Es werden aber nicht nur die schönen Momente betrachtet, sondern auch die unschönen, die zum Leben eben dazu gehören. Auch die Fehler, die man begangen hat, sind ein Teil davon. Wilbur will einige davon ändern, will eingreifen, was ich durchaus verstehen kann, aber wird dadurch denn wirklich alles besser?

Das Buch lässt einen nachdenklich zurück und Matt Haig schafft es immer wieder, so eine besondere Atmosphäre seiner Bücher zu erschaffen.