Ein Ticket in die Vergangenheit – berührend & philosophisch

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annamagareta Avatar

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„Die Mitternachtsreise“ ist nach „Die Mitternachtsbibliothek“ ein weiteres zauberhaftes Buch aus dem "Mitternachtswelt"-Universum des britischen Autors Matt Haig. Abgesehen davon, dass es wieder um das Leben, bedeutende Momente, existenzielle Fragen und zweite Chancen geht, haben die Bücher inhaltlich nichts gemeinsam und lassen sich vollkommen unabhängig voneinander lesen.

Während es in der "Mitternachtsbibliothek" um eine magische Bibliothek ging, steht dieses Mal ein rätselhafter Zug im Vordergrund.

Nachdem der 81-jährige Wilbur Budd gestorben ist, findet er sich auf einem verlassenen Bahnsteig wieder. Dort trifft er auf die Buchhändlerin Agnes Bagdale, die er aus seiner Kindheit kennt. Diese nimmt ihn im Mitternachtszug mit auf die Reise in seine Vergangenheit. Während dieser durchlebt Wilbur bedeutende Momente seines Lebens neu, was dazu führt, dass er sie anders bewertet und erlebt als zuvor.

Die Idee des Autors gefiel mir sehr. Wäre es nicht toll, wenn man sich die bedeutendsten Momente seines Lebens erneut anschauen, diese mit ein wenig Abstand erneut bewerten und einordnen könnte? Was würde man mit dem Wissen von heute anders machen?

Matt Haig lädt auch hier wieder dazu ein, über das Leben nachzudenken und hinzusehen, auf Momente, die man verdrängt hat und auch auf solche, die man am liebsten ewig festhalten möchte.

Der Schreibstil ist lebendig, angenehm zu lesen, mal melancholisch, mal amüsant und dann wieder nachdenklich machend. Durch die Kürze der Kapitel liest sich das Buch kurzweilig und ich war überrascht wie schnell ich es beendet hatte.

Das Cover ist sowohl optisch als auch haptisch ein Highlight. Die Prägung verleitet dazu über das Cover zu streifen und im Dunklen gibt es leuchtende Elemente.

Ich habe auch dieses Buch des Autors wieder sehr gerne gelesen. Es regt zum Nachdenken an und zeigt, dass sich im Leben immer eine zweite Chance bietet.