Entgleisungen

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skymichaelis Avatar

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Matt Haig führt uns mit Die Mitternachtsreise zurück ins Universum von Die Mitternachtsbibliothek, allerdings mit neuen Figuren und einem anderen Setting. In einem Zug zieht Wilburs Leben wortwörtlich an ihm vorbei. Er erlebt prägende Momente erneut und fragt sich, was gewesen wäre, wenn er manches anders gemacht hätte. Als er merkt, dass er in diese Erinnerungen eingreifen kann, droht der Zug zu entgleisen.
Das Buch ist in ruhige, kurze Kapitel gegliedert. Wenig Action, dafür viele reflektierende Gespräche, wie gewohnt gut geschrieben und atmosphärisch erzählt. Trotzdem fehlte mir bei diesem Roman etwas. Vieles wirkte auf mich etwas zu beliebig und stellenweise auch langweilig. Vielleicht bin ich aus Haigs typischem Stil inzwischen einfach ein wenig herausgewachsen und es ist nicht mehr ganz mein Genre.
Dazu muss ich sagen, dass auch Die Mitternachtsbibliothek nie zu meinen Favoriten gehörte. Deutlich lieber mochte ich Wie man die Zeit anhält und Ich und die Menschen. Diese Bücher hatten für mich mehr Ecken und Kanten und wirkten weniger glatt. Insgesamt ist „Die Mitternachtsreise“ aber dennoch kein schlechtes Buch.