Ergreifend schöne Geschichte…

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Matt Haigs „Die Mitternachtsreise“ ist ein berührender Roman über Liebe, Erinnerungen und die Frage, was im Leben wirklich wichtig ist. Im Mittelpunkt steht Wilbur, der nach seinem Tod im ersten Kapitel des Buches in einen geheimnisvollen Mitternachtszug steigt. Dort bekommt er die Möglichkeit, wichtige Momente aus seinem Leben noch einmal zu erleben, diesmal aber aus einer neuen Perspektive.
Besonders schön ist die Liebesgeschichte zwischen Wilbur und Maggie, obwohl sie nicht bis zum Ende zusammen geblieben sind. Die beiden waren einander sehr wichtig, doch zwischen ihnen ist viel passiert und manches blieb unausgesprochen. Dass Maggie die letzte Person ist, mit der Wilbur vor seinem Tod am Telefon spricht, macht den Anfang direkt emotional und wirft Fragen auf, was zwischen den beiden passiert ist in all den Jahren.

Während Wilbur auf sein Leben zurückblickt, stellt man sich auch selbst viele Fragen:
Lebe ich bewusst genug? Sage ich den Menschen, die mir wichtig sind, was ich fühle? Und würde ich im Nachhinein etwas anders machen?

Das Buch ist an manchen Stellen so traurig, dass ich mitgeweint habe, aber trotzdem durchgehend warmherzig. Es zeigt, wie wichtig Liebe, Vergebung und gemeinsame Erinnerungen sind. Am Ende des Buches hatte ich den Gedanken, dass ich das Leben und die Menschen darin bewusster wertschätzen möchte. Ein tolles, ergreifendes Buch, voller Liebe und Tiefe - ich finde, es ist bislang das beste von Matt Haig!