Matt Haig berührt erneut mit einer einzigartigen Geschichte

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jessy1968 Avatar

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Das wunderschöne Cover spiegelt die Stimmung der Geschichte perfekt wider und macht sofort deutlich, dass man hier ein ganz besonderes Buch in den Händen hält. Der Roman liest sich dank der kurzen Kapitel und des angenehm klaren Schriftbilds wunderbar leicht und flüssig.

Inhaltlich knüpft Matt Haig an die emotionale Tiefe an, die ich bereits aus Die Mitternachtsbibliothek kenne. Auch Die Mitternachtsreise ist einzigartig, berührend und voller leiser Weisheit. Im Mittelpunkt steht Wilbur, der nach seinem Tod auf eine letzte Reise geht: Er sieht sein Leben noch einmal an sich vorbeiziehen – die schönen Momente ebenso wie die schmerzhaften. Gerade in den dunklen Augenblicken erkennt er, was er im Leben übersehen oder zu wenig wertgeschätzt hat. Wie schnell Zeit verrinnt, wie wenig Raum man manchmal den wirklich wichtigen Dingen gibt.

Diese Rückschau ist nicht nur für Wilbur bewegend, sondern regt auch als Leser*in zum Nachdenken an. Matt Haig gelingt es erneut, eine Geschichte zu erzählen, die gleichzeitig tröstlich, melancholisch und hoffnungsvoll ist.

Für mich ein wunderbares, tiefgehendes Buch, das lange nachhallt. Ich freue mich schon sehr auf weitere Werke dieser Art vom Autor.