Hat mich leider nicht ganz überzeugt

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elenanett Avatar

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Die Erwartungen an Die Mitternachtsreise waren bei mir ziemlich hoch — vor allem, weil mir Die Mitternachtsbibliothek sehr gut gefallen hat. Umso mehr muss ich leider sagen, dass mich dieses Buch nicht ganz überzeugen konnte. Sowohl die Grundidee als auch ihre Umsetzung haben bei mir gemischte Gefühle hinterlassen.
Die Handlung zieht sich über weite Strecken recht langsam dahin. Besonders die erste Hälfte des Buches wirkte auf mich etwas zäh, da lange nicht klar wurde, worauf die Geschichte eigentlich hinauswill. Erst später nimmt die Handlung mehr Fahrt auf und die eigentliche Botschaft des Romans wird deutlicher. Die ausführliche Einführung hat die Geschichte für meinen Geschmack jedoch unnötig ausgebremst.
Auch das Ende konnte mich nicht vollständig überzeugen. Ich hatte mir mehr Tiefgang und eine stärkere, nachdenklichere Aussage erhofft. Stattdessen wirkte das Finale auf mich etwas gewöhnlich und orientierte sich zu sehr an typischem Wunschdenken. Das fand ich schade, denn die Geschichte hätte definitiv mehr Potenzial gehabt.
Trotz meiner Kritik gab es aber auch positive Aspekte. Das Buch enthält interessante Gedanken und Denkanstöße, die zum Nachdenken anregen. Zudem ist der Schreibstil angenehm flüssig und sorgt insgesamt für ein gutes Leseerlebnis. Insgesamt ein solides Buch mit guten Ideen, das mich jedoch emotional und inhaltlich nicht ganz erreichen konnte.