Roman über Erinnerungen, Reue und die Frage, was im Leben wirklich zählt

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karouchi Avatar

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Die Mitternachtsreise ist ein ruhiger, berührender Roman über Erinnerungen, Reue und die Frage, was im Leben wirklich zählt.
Im Mittelpunkt steht Wilbur, der am Ende seines Lebens in einen geheimnisvollen Zug steigt. Dort trifft er Agnes wieder, die alte Buchhändlerin aus seiner Kindheit. Mit ihr reist er durch wichtige Momente seines Lebens zurück.
Besonders schön fand ich die Verbindung zu Büchern und Buchhandlungen. Wilbur findet als Kind bei Bagdale’s Bookshop einen Zufluchtsort, und genau diese Liebe zu Geschichten zieht sich durch das ganze Buch.
Die Reise durch sein Leben ist emotional, manchmal traurig, aber auch tröstlich. Es geht um verpasste Chancen, Liebe, Schuld und darum, welche Menschen einen wirklich geprägt haben.
Der Schreibstil ist typisch Matt Haig: einfach, warm und sehr verständlich, aber trotzdem mit vielen Sätzen, die hängen bleiben.
Das Buch ist eher ruhig und nachdenklich. Wer viel Handlung oder große Spannung erwartet, wird hier vielleicht weniger abgeholt. Wer aber Die Mitternachtsbibliothek mochte und Geschichten über zweite Blicke aufs eigene Leben mag, wird hier viel finden.
Insgesamt ein schönes, melancholisches und hoffnungsvolles Buch, das zum Nachdenken anregt.