Rückblick mit Spannung und Magie

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saraslibrary Avatar

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„Glück hängt davon ab, wie man sein Leben betrachtet.”

Als großer Fan der „Mitternachtsbibliothek“ hatte ich hohe Erwartungen an „Die Mitternachtsreise“. Anfangs ging ich davon aus, dass Wilbur, der Protagonist, ähnlich wie Nora Seed in der „Mitternachtsbibliothek“, Leben erforscht, die von ungenutzten Möglichkeiten geprägt sind. Stattdessen taucht Wilbur in Lebensabschnitte ein, die er bereits erlebt hat und gewinnt dadurch neue Perspektiven. Dieser Ansatz hat mir sehr gut gefallen. Matt Haigs Schreibstil ist fesselnd und lässt einen das Buch kaum aus der Hand legen. Die gut gewählten Zitate regen zum Nachdenken an und verleihen der Geschichte mehr Tiefe.

Normalerweise bin ich kein Fan des Erzählstils der dritten Person, aber in diesem Fall hat er den Lesefluss nicht gestört. Mitten im Buch gab es jedoch einige Passagen, die sich etwas schleppend anfühlten. Manche Abschnitte hätten meiner Meinung nach kürzer erzählt werden können. Gegen Ende nahm die Handlung jedoch wieder deutlich an Tiefe, sodass ich das Buch schließlich schnell zu Ende gelesen habe.

Obwohl „Die Mitternachtsreise“ an ihren Vorgängerband nicht ganz heranreicht, ist es dennoch ein gutes Buch, das ich gerne gelesen habe.