Vielleicht hatte ich zu große Erwartungen

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
suetimeless Avatar

Von

Oh, was hab ich mich auf dieses Buch gefreut. Eine neue Geschichte aus der Welt der Mitternachtsbibliothek.

Matt Haig schreibt für mich wahnsinnig poetisch und Philosophisch und hat mich mit der Mitternachtsbibliothek so begeistert. Ein Buch das mich auch heute manchmal noch beschäftigt und ich immer wieder gerne weiter empfehle.

Doch zurück zur Mitternachtsreise, in der es um die Geschichte von Wilbur geht, der schon als Kind viele Schicksalsschläge erleiden musste.
Doch eigentlich startet die Mitternachtsreise mit Wilburs Tod und seine Fahrt im Mitternachtszug. Hier sieht er sein komplettes Leben noch einmal an sich vorüber ziehen. Er sieht seine Kindheit, bekommt Erinnerungen an seinen Bruder gezeigt und hin und wieder hält der Zug an.
Wenn Wilbur aussteigt erlebt er hautnah vergange Situationen, kann diese allerdings nur beobachten und nicht eingreifen, um etwas zu ändern.

Schon bald wird ihn klar, dass er gerne einige Dinge in seinem Leben anders gemacht hätte, vor allem im Bezug auf seine große Liebe.

Matt Haigs Schreibstil ist auch hier gewohnt flüssig und wunderschön bildhaft, aber irgendwie bin ich mit Wilbur nicht so wirklich warm geworden.

Ja, seine Geschichte ist traurig und er hat viele Schicksalsschläge zu verkraften, aber aus irgendeinem Grund konnte mich das alles nicht so richtig berühren.

Vielleicht lese ich einfach so viel lieber aus der Sicht einer weiblichen Protagonistin, vielleicht war Wilbur mir auch ein wenig zu pragmatisch und unnahbar.

Ich wollte dieses Buch so gerne genauso lieben wie die Mitternachtsbibliothek, aber leider konnte es mich nicht ganz so sehr in seinen Bann ziehen.

Ja, es gab einige Szenen, die mich nachdenklich gemacht haben, dass Leben mehr zu genießen und es gab auch viele Stellen die ich markiert habe, weil sie so schön formuliert sind, aber leider konnte mich dann auch das Ende nicht so ganz überzeugen.