Wenn ein Buch einen mitten ins Herz trifft 🖤🚂

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lili_1302 Avatar

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„Die Mitternachtsreise“ von Matt Haig ist ein wunderschöner, berührender Roman über Liebe, Reue und die Frage, was am Ende eines Lebens wirklich zählt. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Im Mittelpunkt steht Wilbur, der nach seinem Tod eine besondere Reise antritt. In einem geheimnisvollen Mitternachtszug bekommt er die Möglichkeit, wichtige Momente seines Lebens noch einmal zu erleben und sie aus einer völlig neuen Perspektive zu betrachten. Dabei geht es nicht darum, alles zu ändern, sondern zu verstehen, warum Dinge so passiert sind, wie sie passiert sind.

Wie süß das schon anfängt … zwei ältere Menschen, die eigentlich die Liebe ihres Lebens füreinander waren. Es ist so viel passiert zwischen ihnen, und trotzdem war sie die letzte Person, mit der er gesprochen hat, bevor er gestorben ist. Weil noch einiges unausgesprochen geblieben ist, kommt jetzt der Mitternachtszug zum Einsatz 🤭 Wilbur erlebt sein Leben quasi noch einmal und durchlebt viele Erinnerungen neu. Nur diesmal sieht er alles aus einem anderen Blickwinkel – als Beobachter.

Das Buch hat mich wirklich gefesselt und zum Nachdenken gebracht. Wann fühlt man sich eigentlich frei? Lebt man sein Leben wirklich bewusst oder lässt man vieles einfach an sich vorbeiziehen? Und würde man etwas anders machen, wenn man irgendwann auf sein Leben zurückblickt? Besonders schön fand ich die Liebesgeschichte. Man spürt in jedem Gedanken und jedem Satz, wie sehr Wilbur seine Maggie liebt. Genau so stellt man sich echte Liebe vor. Das Buch ist an manchen Stellen traurig, aber gleichzeitig unglaublich warmherzig. Am Ende bleibt vor allem ein gutes Gefühl zurück – und die Erinnerung daran, wie wichtig es ist, das Leben und die Menschen, die man liebt, nicht als selbstverständlich anzusehen.