Wilburs Zug ist abgefahren
Mit der Mitternachtsreise erscheint endlich die lang ersehnte Fortsetzung der Mitternachtsbibliothek. Die Erwartungen sind hoch, es wird mit schwierigen Themen auf dieser Reise zu rechnen sein. Schafft es Matt Haig nochmal einen qualitativ gleichen Erfolg wie mit der Mitternachtsbibliothek zu verzeichnen?
Die Mitternachtsbibliothek war für Nora Seed das Stadium zwischen Leben und Tod, im Mitternachtszug ist dieser für Wilbur auf jeden Fall schon abgefahren. Er hat nur noch die Möglichkeit einige Szenen seines Lebens nochmal zu besuchen. Oder?
Es gibt einige Regeln für die Reise im Mitternachtszug. Wilbur wird von seiner Mentorin im Tod genauso an die Hand genommen, wie im Leben. Die alte Buchhändlerin Agnes, die ihn bereits als Kind in seiner Liebe zu Büchern unterstützt hat, begleitet ihn auch auf seiner letzten Reise.
Natürlich muss man sich an Regeln halten und doch wird Wilbur, wie durch Engelchen und Teufelchen auf seiner Schulter vor die Wahl gestellt, sich gegen ebenjene Regeln aufzulehnen. Doch eventuell könnte der Preis am Ende dafür zu hoch sein. Gleich zu Beginn des Buches bekommt man eine Ahnung davon, worauf die Geschichte hinausläuft. Und wie bei einem Zugunglück, bewegt man sich unaufhaltsam darauf zu.
Wie sich diese Katastrophe mit all ihren Konsequenzen allerdings abspielt, geht mir am Ende ein bisschen zu schnell. Der Sinneswandel von Wilbur kommt leider nicht ganz so nachvollziehbar rüber, wie ich es mir gewünscht hätte.
Am Ende läuft es auf die Frage hinaus, die man sich im Leben schon stellt: Was hätte ich anders machen können und wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich es tun?
Mit viel Liebe nähert sich matt Haig der Antwort auf diese Frage immer mehr an. Wilbur trifft am Ende eine Entscheidung. Doch er ist tot. Wir dagegen sind am Leben und haben noch alle Möglichkeiten. Machen wir das Beste daraus.
In der Mitternachtsreise werden sehr viele Werke anderer Autorinnen und Autoren erwähnt. Und wenn du merkst, dass du einen Großteil dieser Bücher bereits gelesen hast, verstehe ich jetzt, warum mir die Bücher von Matt Haig alle so gut gefallen.
Aufgefallen sind mir leider im Verlauf des Lesens einige Lektoratsfehler. Punkte am Satzende fehlen, kursiv gedruckte Buchstaben mittendrin und Wortwiederholungen, die einfach nicht sein müssten. Und zu alle dem frage ich mich ganz besonders, warum die deutsche Übersetzung des Titels unbedingt Mitternachtsreise sein musste, wenn Mitternachtszug doch einfach viel passender ist.
Dem Cover dagegen muss ich ein großes Lob aussprechen, auch wenn die abgebildete Katze nirgends in der Geschichte zu finden ist Und wer das Buch im Dunklen liest, erlebt vielleicht die ein oder andere Überraschung.
Am Ende kann die Mitternachtsreise leider nicht ganz mit seinem Vorgänger mithalten. Der vorherige Besuch der Mitternachtsbibliothek sei an dieser Stelle auf jeden Fall empfohlen. Einige wunderschöne Szenen haben so viel mehr Wirkung. Fans von Matt Haig werden aber auch hier wieder nicht enttäuscht.
Die Mitternachtsbibliothek war für Nora Seed das Stadium zwischen Leben und Tod, im Mitternachtszug ist dieser für Wilbur auf jeden Fall schon abgefahren. Er hat nur noch die Möglichkeit einige Szenen seines Lebens nochmal zu besuchen. Oder?
Es gibt einige Regeln für die Reise im Mitternachtszug. Wilbur wird von seiner Mentorin im Tod genauso an die Hand genommen, wie im Leben. Die alte Buchhändlerin Agnes, die ihn bereits als Kind in seiner Liebe zu Büchern unterstützt hat, begleitet ihn auch auf seiner letzten Reise.
Natürlich muss man sich an Regeln halten und doch wird Wilbur, wie durch Engelchen und Teufelchen auf seiner Schulter vor die Wahl gestellt, sich gegen ebenjene Regeln aufzulehnen. Doch eventuell könnte der Preis am Ende dafür zu hoch sein. Gleich zu Beginn des Buches bekommt man eine Ahnung davon, worauf die Geschichte hinausläuft. Und wie bei einem Zugunglück, bewegt man sich unaufhaltsam darauf zu.
Wie sich diese Katastrophe mit all ihren Konsequenzen allerdings abspielt, geht mir am Ende ein bisschen zu schnell. Der Sinneswandel von Wilbur kommt leider nicht ganz so nachvollziehbar rüber, wie ich es mir gewünscht hätte.
Am Ende läuft es auf die Frage hinaus, die man sich im Leben schon stellt: Was hätte ich anders machen können und wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich es tun?
Mit viel Liebe nähert sich matt Haig der Antwort auf diese Frage immer mehr an. Wilbur trifft am Ende eine Entscheidung. Doch er ist tot. Wir dagegen sind am Leben und haben noch alle Möglichkeiten. Machen wir das Beste daraus.
In der Mitternachtsreise werden sehr viele Werke anderer Autorinnen und Autoren erwähnt. Und wenn du merkst, dass du einen Großteil dieser Bücher bereits gelesen hast, verstehe ich jetzt, warum mir die Bücher von Matt Haig alle so gut gefallen.
Aufgefallen sind mir leider im Verlauf des Lesens einige Lektoratsfehler. Punkte am Satzende fehlen, kursiv gedruckte Buchstaben mittendrin und Wortwiederholungen, die einfach nicht sein müssten. Und zu alle dem frage ich mich ganz besonders, warum die deutsche Übersetzung des Titels unbedingt Mitternachtsreise sein musste, wenn Mitternachtszug doch einfach viel passender ist.
Dem Cover dagegen muss ich ein großes Lob aussprechen, auch wenn die abgebildete Katze nirgends in der Geschichte zu finden ist Und wer das Buch im Dunklen liest, erlebt vielleicht die ein oder andere Überraschung.
Am Ende kann die Mitternachtsreise leider nicht ganz mit seinem Vorgänger mithalten. Der vorherige Besuch der Mitternachtsbibliothek sei an dieser Stelle auf jeden Fall empfohlen. Einige wunderschöne Szenen haben so viel mehr Wirkung. Fans von Matt Haig werden aber auch hier wieder nicht enttäuscht.