Wunderbar und 100% Haig
Die Mitternachtsreise / Matt Haig
Wilbur Budd und sein Bruder Dougie wachsen bei ihrer Mutter in Sheffield auf. Der Vater ist im Krieg gefallen, sie leben in sehr bescheidenen Verhältnissen. Während der sechs Jahre ältere Dougie ungestüm keinem Konflikt aus dem Weg geht, ist Wilbur zurückhaltend und ein guter Schüler. Er liest gern und verbringt viel Zeit im Buchladen von Agnes Bagdale.
„Agnes Bagdale liebte Bücher ebenso wie Menschen und glaubte fest daran, dass es die Lebensfreude steigerte, wenn man mehr Krimis las.“ (S.31)
Schon als Jugendlicher lernt er Maggie kennen, ein tragischer Unfall in Wilburs Familie, sein Zögern und Zaudern und eine gewisse Mutlosigkeit müssen jedoch erst überwunden werden, damit die beiden zueinander finden.
Die Hochzeitsreise führt die beiden nach Venedig – und dort ist es, wo Wilbur zum ersten Mal das Gefühl hat, sich selbst zu begegnen.
2026. Wilbur ist inzwischen 86 Jahre alt. Er lernt Klavierspielen, um der Vergesslichkeit des Alters etwas entgegenzusetzen. „Bridge Over Troubled Water“ übt er voller Hingabe, das Lied hat eine große Bedeutung für ihn.
Plötzlich und unerwartet endet jedoch nicht nur die Musik. Wilbur begibt sich auf eine seltsame, fantastische, einzigartige Reise.
„Man verweilt länger bei den Dingen, die einen geprägt haben.“ (S.110)
Das Buch beginnt 1974, während der 29-jährige Wilbur und Maggie auf Hochzeitsreise sind. Dem Prolog folgt der Sprung in die Gegenwart. Gemeinsam mit Agnes Bagdale begibt sich Wilbur in einem Zug auf eine Reise zu den wichtigen Stationen seines Lebens.
War jede Entscheidung klug und richtig, ist er vom Weg abgekommen oder gar auf einem stillgelegten Gleis gestrandet?
Die Lesenden erleben die bedeutenden Stationen in Wilburs Leben. Es gibt schöne Momente und wirklich traurige Episoden – und Wilbur verändert sich mit den Jahren.
Der junge Mann, der voller Enthusiasmus im Buchladen von Agnes Bagdale arbeitet und diesen später übernimmt, hat nur wenig mit dem Wilbur Budd zu tun, der in späteren Jahren Eigentümer vieler Buchläden ist. Der spätere Wilbur hat nur noch wenig Zeit für seine Frau Maggie und trennt sich letztlich sogar von seinem besten Freund Charlie, der viele Jahre für ihn als Buchhalter tätig war.
Wenn Matt Haig erzählt, ist das nicht nur eine Zeitreise für seine Figuren, sondern beim Lesen erlebt man selbst noch einmal Momente der Geschichte: Beatles, Bowie und Agatha Christie. Großartig.
„Die Mitternachtsreise“ ist eine Geschichte, wie man sie von Matt Haig kennt: klug, warmherzig und wunderbar. Auf gefühlvolle Weise erzählt Matt Haig davon, was im Leben wirklich wichtig ist. Die Figuren sind lebhaft, und es ist spannend, Wilbur auf seiner Reise durch das Leben zu begleiten. Das Buch hat mich gut unterhalten. Es ist eine schöne Geschichte: typisch Haig – und darum tatsächlich auch ein wenig vorhersehbar.
Bei diesem Buch gibt es eine charmante Geschichte hübsch verpackt in einem liebevoll gestalteten Äußeren: Das Cover leuchtet im Dunkeln und ich mag es wirklich sehr.
Gut, das ist bei Fotos im Sonnenschein eher weniger zu erkennen, ihr müsst es mir einfach glauben.
Herzliche Leseempfehlung!
Wilbur Budd und sein Bruder Dougie wachsen bei ihrer Mutter in Sheffield auf. Der Vater ist im Krieg gefallen, sie leben in sehr bescheidenen Verhältnissen. Während der sechs Jahre ältere Dougie ungestüm keinem Konflikt aus dem Weg geht, ist Wilbur zurückhaltend und ein guter Schüler. Er liest gern und verbringt viel Zeit im Buchladen von Agnes Bagdale.
„Agnes Bagdale liebte Bücher ebenso wie Menschen und glaubte fest daran, dass es die Lebensfreude steigerte, wenn man mehr Krimis las.“ (S.31)
Schon als Jugendlicher lernt er Maggie kennen, ein tragischer Unfall in Wilburs Familie, sein Zögern und Zaudern und eine gewisse Mutlosigkeit müssen jedoch erst überwunden werden, damit die beiden zueinander finden.
Die Hochzeitsreise führt die beiden nach Venedig – und dort ist es, wo Wilbur zum ersten Mal das Gefühl hat, sich selbst zu begegnen.
2026. Wilbur ist inzwischen 86 Jahre alt. Er lernt Klavierspielen, um der Vergesslichkeit des Alters etwas entgegenzusetzen. „Bridge Over Troubled Water“ übt er voller Hingabe, das Lied hat eine große Bedeutung für ihn.
Plötzlich und unerwartet endet jedoch nicht nur die Musik. Wilbur begibt sich auf eine seltsame, fantastische, einzigartige Reise.
„Man verweilt länger bei den Dingen, die einen geprägt haben.“ (S.110)
Das Buch beginnt 1974, während der 29-jährige Wilbur und Maggie auf Hochzeitsreise sind. Dem Prolog folgt der Sprung in die Gegenwart. Gemeinsam mit Agnes Bagdale begibt sich Wilbur in einem Zug auf eine Reise zu den wichtigen Stationen seines Lebens.
War jede Entscheidung klug und richtig, ist er vom Weg abgekommen oder gar auf einem stillgelegten Gleis gestrandet?
Die Lesenden erleben die bedeutenden Stationen in Wilburs Leben. Es gibt schöne Momente und wirklich traurige Episoden – und Wilbur verändert sich mit den Jahren.
Der junge Mann, der voller Enthusiasmus im Buchladen von Agnes Bagdale arbeitet und diesen später übernimmt, hat nur wenig mit dem Wilbur Budd zu tun, der in späteren Jahren Eigentümer vieler Buchläden ist. Der spätere Wilbur hat nur noch wenig Zeit für seine Frau Maggie und trennt sich letztlich sogar von seinem besten Freund Charlie, der viele Jahre für ihn als Buchhalter tätig war.
Wenn Matt Haig erzählt, ist das nicht nur eine Zeitreise für seine Figuren, sondern beim Lesen erlebt man selbst noch einmal Momente der Geschichte: Beatles, Bowie und Agatha Christie. Großartig.
„Die Mitternachtsreise“ ist eine Geschichte, wie man sie von Matt Haig kennt: klug, warmherzig und wunderbar. Auf gefühlvolle Weise erzählt Matt Haig davon, was im Leben wirklich wichtig ist. Die Figuren sind lebhaft, und es ist spannend, Wilbur auf seiner Reise durch das Leben zu begleiten. Das Buch hat mich gut unterhalten. Es ist eine schöne Geschichte: typisch Haig – und darum tatsächlich auch ein wenig vorhersehbar.
Bei diesem Buch gibt es eine charmante Geschichte hübsch verpackt in einem liebevoll gestalteten Äußeren: Das Cover leuchtet im Dunkeln und ich mag es wirklich sehr.
Gut, das ist bei Fotos im Sonnenschein eher weniger zu erkennen, ihr müsst es mir einfach glauben.
Herzliche Leseempfehlung!