Zwischen Realität und Magie

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oneveganbooknerd Avatar

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„Das unglaublich Ärgerliche am Totsein war, dass man endlich seine Prioritäten kannte, aber nicht mehr handeln konnte, weil es zu spät war.“ (Die Mitternachtsreise, S. 268)

Wilbur Budd hat den absoluten Traumjob, er ist Buchhändler. Er selbst liest für sein Leben gern und er schafft es immer, genau das richtige Buch für eine Person zu finden, die es gerade am dringendsten lesen muss. Doch schnell wird ihm das nicht mehr genug sein. Aufgewachsen in schwierigen Verhältnissen, ist er bestrebt so viel Erfolg wie möglich zu haben. Viel zu spät wird er merken, was in seinem Leben dadurch auf der Strecke geblieben ist und dann ist es leider zu spät.
In „Die Mitternachtsreise“ nimmt uns Matt Haig wieder auf eine philosophische Reise mit. Dabei werden Realität und Magie stark miteinander verwoben, was mir persönlich auch schon bei der Mitternachtsbibliothek so gut gefiel. Dabei ist der Erzählton eine einzigartige Mischung aus Witz, Romantik und Melancholie. Wilbur mag kein direkter Liebling beim Lesen sein, aber er ist greifbar und authentisch. Ich habe die literarischen Anspielungen in diesem Buch sehr gemocht und da Wilbur Buchhändler ist, gab es davon ein paar zu entdecken.
Ich hatte anfangs die Befürchtung, dass mich das Buch zu sehr an „Die Mitternachtsbibliothek“ erinnern wird. Dem war aber nicht so. Ab den ersten Seiten konnte ich das Buch komplett losgelöst davon betrachten und es hat einen ganz eigenen Charme.
„Die Mitternachtsreise“ empfehle ich allen Leser*innen die gerne eine Geschichte mit emotionaler Tiefe und Humor lesen möchten.