Ein Ort für die Menschen, die sonst niemand sieht
Manchmal sind es gerade die Menschen, die nach außen hin stark und unnahbar wirken, die selbst am dringendsten jemanden brauchen, der ihnen zuhört. Genau dieser Gedanke hat mich bei Die Nachtapotheke von Ko Hyewon sofort angesprochen. Schon die Vorstellung einer Apotheke, die nur nachts geöffnet ist und für Menschen da ist, die mit ihren Sorgen nicht allein bleiben möchten, finde ich besonders. Es ist nicht einfach nur ein Ort, an dem Medikamente ausgegeben werden, sondern ein Zufluchtsort für all diejenigen, die im Alltag kaum zur Ruhe kommen.
Im Mittelpunkt steht die Apothekerin Boho, die in einem eher unscheinbaren Viertel von Seoul jede Nacht ihre Türen öffnet. Ihre Kundschaft ist ganz unterschiedlich: Menschen, die nicht schlafen können, die unter Druck stehen oder mit ihren Problemen nicht weiterwissen. Oft suchen sie eigentlich nicht nur ein Medikament, sondern jemanden, der ihnen zuhört und sie ernst nimmt. Boho scheint genau das zu verstehen. Sie ist für andere da, Nacht für Nacht, gönnt sich selbst aber kaum eine Pause. Warum sie ihr Leben so konsequent auf die Dunkelheit beschränkt und was hinter ihrer zurückgezogenen Art steckt, bleibt zunächst ein Geheimnis.
Gerade Boho finde ich als Hauptfigur interessant. Sie wirkt auf mich wie eine Frau, die gelernt hat, ihren Alltag zu kontrollieren und möglichst wenig an sich heranzulassen. Während sie sich um die Sorgen anderer kümmert, scheint sie ihre eigenen Gefühle lieber auf Abstand zu halten. Ich frage mich beim Lesen, was sie dazu gebracht hat, sich so sehr aus dem Leben zurückzuziehen. Manchmal entsteht der Eindruck, dass Menschen anderen besonders gut helfen können, weil sie selbst wissen, wie es sich anfühlt, verletzt zu sein. Ob das auch bei Boho der Fall ist, macht für mich einen großen Teil des Reizes dieser Geschichte aus.
Im Mittelpunkt steht die Apothekerin Boho, die in einem eher unscheinbaren Viertel von Seoul jede Nacht ihre Türen öffnet. Ihre Kundschaft ist ganz unterschiedlich: Menschen, die nicht schlafen können, die unter Druck stehen oder mit ihren Problemen nicht weiterwissen. Oft suchen sie eigentlich nicht nur ein Medikament, sondern jemanden, der ihnen zuhört und sie ernst nimmt. Boho scheint genau das zu verstehen. Sie ist für andere da, Nacht für Nacht, gönnt sich selbst aber kaum eine Pause. Warum sie ihr Leben so konsequent auf die Dunkelheit beschränkt und was hinter ihrer zurückgezogenen Art steckt, bleibt zunächst ein Geheimnis.
Gerade Boho finde ich als Hauptfigur interessant. Sie wirkt auf mich wie eine Frau, die gelernt hat, ihren Alltag zu kontrollieren und möglichst wenig an sich heranzulassen. Während sie sich um die Sorgen anderer kümmert, scheint sie ihre eigenen Gefühle lieber auf Abstand zu halten. Ich frage mich beim Lesen, was sie dazu gebracht hat, sich so sehr aus dem Leben zurückzuziehen. Manchmal entsteht der Eindruck, dass Menschen anderen besonders gut helfen können, weil sie selbst wissen, wie es sich anfühlt, verletzt zu sein. Ob das auch bei Boho der Fall ist, macht für mich einen großen Teil des Reizes dieser Geschichte aus.