Sehr intensiv...da geht es um soviel mehr als nur einen Namen...
Die Leseprobe zu "Die Namen" habe ich als außergewöhnlich empfunden. Da geht es ja um soviel mehr, als nur die Namensgebung für ein Neugeborenes. Hier geht es um die Protagonistin, die anscheinend mit einem übergriffigen, herrischen Mann, der Arzt ist, verheiratet ist. Sie soll ihr Baby als "Gordon" beim Amt anmelden; gemäss Tradition ist das auch der Namen des Vaters und somit der von Generationen herrischer Männer vor ihm. In Cora tobt nun ein innerer Kampf, sie spielt die unterschiedlichsten Versionen durch, was geschehen würde, wenn sie ihrem Kind einen anderen Namen geben wurde. Beispielsweise "Bear", wie ihr Töchterchen spontan vorschlägt. Nicht auszudenken...Mit gefiel das Gelesene außerordentlich gut! Da werden hoch emotionale Themen wie Gewalt in der Ehe, Unterdrückung der Frauen über Generationen hinweg, Hoffnungslosigkeit aber auch der Wunsch nach Aufbruch und Neubeginn verarbeitet. Stilistisch super zu Papier gebracht. Das Cover, nun ja, gefiel mir nicht sonderlich