Wenn ein Name zum Auslöser wird

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mrs.may.reads Avatar

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Eine Geburt sollte etwas Schönes sein, das sehen auch die Eltern so. Doch schon bei der Namensfindung prallen Welten aufeinander. Für den Vater steht fest: Es muss der Name sein, der seit Generationen weitergegeben wird. Die Mutter hingegen lehnt ihn ab, traut sich jedoch lange nicht, sich gegen ihren Mann zu stellen. Bis sie schließlich allein zum Standesamt geht. Ab diesem Moment nimmt das Chaos seinen Lauf.

Die Reaktion des Vaters hat mich beim Lesen regelrecht schockiert. Wie diese Szene beschrieben wird, ist unglaublich eindringlich und bildhaft – so sehr, dass es fast körperlich spürbar wird. Befremdlich und erschütternd zugleich, besonders wenn man selbst nie Vergleichbares erlebt hat. Ich hatte Gänsehaut und habe Seite um Seite mitgefiebert.

Auch das letzte Kapitel der Leseprobe ließ mich den Atem anhalten. Denn noch immer ist es nicht der Wunschname des Vaters – und seine Reaktion darauf sitzt tief.

Meine liebste Protagonistin ist bisher die Tochter. Ihre Reaktion ganz zum Schluss hat mich beinahe zu Tränen gerührt und dem Ganzen eine leise, aber umso stärkere emotionale Tiefe verliehen.

Das Cover erinnert eher an ein Kinoplakat als an ein klassisches Buchcover. Grelle Farben treffen auf klare, feste Formen, und der Schatten, den der Junge – oder vielleicht doch ein Mann – wirft, verleiht dem Ganzen etwas Mysteriöses und Unheimliches. Es weckt sofort Neugier und lässt ahnen, dass sich hinter der Geschichte mehr verbirgt, als man auf den ersten Blick vermutet.