3 Namen, 3 Lebenswege und die bittere Erkenntnis, dass ein Name bestimmen kann, wer man letztlich wird und ist

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stonan123 Avatar

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Ich bin auf den Roman aufmerksam geworden, weil ich die Geschichte, dass ein Name den gesamten Lebensweg prägen kann, faszinierend fand. 1987 ist der Ausgangspunkt von 3 Lebens-zweigen eines Jungen, der Bear, Gordon oder Julian heißt. Ich war vom ersten Kapitel an in den Bann gezogen und konnte mich so gut in Cora, die Hauptprotagonistin und Mutter des Jungen hineinversetzen. Ihre zwiespältigen Gefühle konnte ich sehr gut nachvollziehen. Ihr Mann ein angese-hener Arzt mit viel Geld und Ansehen. Welche Chance hat Sie dagegen und wer würde ihr letztlich glauben. Daher finde ich es umso bemerkenswerter, dass der Roman die einzelnen Entscheidungswege skizziert und auch was aus dem Jungen letztlich wird. Es handelt sich definitiv um ein Drama, dass mit unter schwere Kost ist, weil auch Themen wie Gewalt in der Partnerschaft und Unterdrückung sowie auch psychischer Missbrauch beleuchtet werden. Wer selbst schon einmal in so einer Partnerschaft war, kann sich meiner Meinung nach noch mehr reinversetzen und es sich wirklich verstörend. Die Aufmachung des Buches ist ohne Umschlag schlicht, aber eindringlich. Die drei Namen sind unten in die Ecke gestanzt, was ich sehr ausdrucksstark finde. Das Leseband ist auch toll, da man so nicht immer nach einem Lesezeichen suchen muss. In Summe fand ich den Roman fesselnd – vom Anfang bis zum Ende – und er hat nachgehalt und ich habe noch einige Zeit darüber nachgedacht. Volle Punktzahl.